UNSERE HAUSKONZERTE 2018/19 – in der Villa Henn

SEMINARÜBERSICHT 2018/19


ÜBER UNS

Unser Institut hat zwei Arbeitsbereiche. Zum einen haben wir uns dem umfassenden Management für Künstler der klassischen Musik verschrieben und ent- wickeln zum anderen Bildungs- und Weiterbildungskonzepte für Menschen aller Altersstufen und Berufsgruppen.

Unsere Zusammenarbeit mit dem Institut für Psychologie und Kognitionsforschung der Universität Bremen und unsere jahrelange praktische Erfahrung in beiden Bereichen bilden die Grundlage, die Psychologie in unsere Arbeit zu integrieren.

Ziel ist eine interdisziplinäre Verknüpfung von Kunst, Musik, Literatur und Wissenschaft, wobei der Mensch und seine Persönlichkeitsentwicklung im Mittelpunkt stehen.


 

Berufsbegleitende Seminare unter

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Neuigkeiten

Beeindruckende klangliche Schönheit: Ana-Marija Markovina begeistert mit Clara Schumanns Klavierkonzert

Mit geradezu atemberaubender Brillanz meisterte die gebürtige Kroatin Ana-Marija Markovina den Solopart. Ein kraftvolles Tutti des Orchesters eröffnete das einleitende Allegro maestoso. Bald griff die Solistin mit energischen Oktaven ein. Fast nach Art Chopins zierte der Klavierpart, deutlich über das Orchester dominierend, alle musikalischen Gedanken aus. […]

Unmittelbar schloss die Romanze des zweiten Satzes an. Hier zeigte Ana-Marija Markovina ihre ganzen lyrischen Qualitäten. Der Solocellist trat hinzu und beide Musiker gestalteten ein Duo mit beeindruckender klanglicher Schönheit. […]

In der rasanten Coda brannte die Pianistin virtuoses Feuerwerk ab, welches Begeisterungsstürme des recht zahlreichen Publikums auslöste. Mit technischer Brillanz und viel musikalischem Verständnis spielte Ana-Marija Markovina noch Frederic Chopins „Grande Polonaise“ Es-Dur. Damit sprengte sie eigentlich den Rahmen einer Zugabe und entließ die Zuhörer fasziniert in eine Pause.

Ronald Uhlig, Ostthüringer Zeitung, 26. März 2019

Hauskonzert in der Villa Henn mit Hanna Shybayeva

Hanna Shybayeva2 (c) Nikolaj Lund KLEIN

© Nikolaj Lund

Am Freitag, den 08. März haben wir im Rahmen unserer Hauskonzertreihe erneut einen beeindruckenden musikalischen Gast bei uns in der Villa Henn. Von den zahlreichen Preisen und hochkarätigen Kooperationspartnern soll hier gar nicht die Rede sein. Hanna Shybayeva ist eine ausgezeichnete Pianistin mit fesselnder Energie und reicher Farbpalette in ihrem Spiel. Sie ist bekannt für ihre eindringlichen Interpretationen. Ein besonderes Augenmerk gilt der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Ihre Alben nimmt sie zum Teil live im Studio auf.
Am Freitag wird sie unter anderem Werke von Tschaikowsky, Bartók und Gershwin, sowie einige Tangokompositionen aus dem späten 20. Jahrhundert interpretieren.

Leichtigkeit und Prägnanz – Markovina als Solistin beim 4. Philharmonischen Konzert der Neuen Lausitzer Philharmonie

Facettenreicher fiel der Solokonzertteil aus. Ana-Marija Markovina trat am Eröffnungsabend als glühende, leidenschaftliche Interpretin auf. Chopins „Grande polonaise brillante“ balancierte sie trittsicher zwischen Leichtigkeit und Prägnanz, ließ das Werk in der Ästhetik seines Entstehungskontextes aufgehen. […]
Markovinas Herz ging auf bei Werken, auf denen Schatten liegen. Hier warb sie für das Klavierkonzert a-Moll von Robert Schumanns Gattin Clara. Gebettet zwischen virtuos rauschende Sätze liegt eine Romanze für Violoncello und Klavier. In Görlitz wurde sie hinreißend musiziert und mit einer anrührenden Geste abgerundet.

Karsten Blüthgen, Sächsische Zeitung, Februar 2019

Les marges du génie – Jean-Claude Hulot über die ‚Randbezirke‘ in Bruckners Kompositionsschaffen

0a Bruckner 2018 (gr) Ausschnitt

Bruckner hinterließ nichts wirklich Bedeutendes für das Klavier, aber die Aufnahme seiner Stücke und Skizzen eröffnet eine interessante, wenn auch nicht die entscheidende Perspektive auf sein Werk und seine Persönlichkeit. Diese neue CD – vollständiger als die bisher bei CPO und BIS erschienenen – darf daher als (kleiner) Meilenstein gelten.

Als – nach einhelliger Meinung aller, die ihn hörten – genialer Organist hinterließ Bruckner den „Königsinstrumentalisten“ fast nichts, sondern zog es vor, zu improvisieren und seinen Zuhörern die Ideen seiner großen Symphonien in einer Art Vorschau zu liefern. Seine Beherrschung der Tastatur erstreckte sich natürlich auch auf das Klavier […]. Aber das Klavier war nie der Vertraute seines Geistes, wie bei Chopin, Schumann oder Liszt. Sein Klavierwerk ist eine Sammlung kleiner Stücke […] von denen keines, seien wir ehrlich, auf den zukünftigen Symphoniker verweist. Er hörte auf, für das Klavier zu schreiben, sobald er sich den Orchesterwerken zuwandte, die ihn berühmt machen würden.

Dennoch erlaubt uns Ana-Marija Markovinas sehr vollständige CD (mehr noch als Wolfgang Brunners frühere Einspielungen für CPO und vor allem Fumiko Shigaras für BIS), den Rang von Bruckners Meisterschaft als Komponist auch in den kleinsten Skizzen von nur wenigen Takten zu ermessen … . Und es ist ein Vergnügen für den Gourmet, ihn die Themen der Regiments-Tochter für seine Lancier-Quadrille verwenden zu hören. Nur die letzten Stücke auf der CD, die übrigens keinesfalls zufällig deutsche Titel tragen, offenbaren ein leichtes Vorspiel auf den zukünftigen „Minnesänger Gottes“, wie Liszt ihn liebevoll nannte. Markovina hat die gute Idee, auf einem prächtigen Bösendorfer Imperial zu spielen. Der berühmte Wiener Hersteller war derjenige, der Bruckner bereits ein eigenes Instrument zur Verfügung gestellt hatte. Es ist auf den historischen Fotos zu sehen […]. Eine kleine, aber charmante und lehrreiche CD über das brucknersche Werk und seine symphonischen Kathedralen.

Jean-Claude Hulot, ResMusica, 17. November 2018

5 Sterne für Markovinas Bruckner-CD

Die italienische MUSICA prämiert Ana-Marija Markovinas Bruckner CD mit der Höchstbe- wertung. Das Album, das sich dem vielfach übersehenen Klavierwerk des Komponisten widmet, hat es in die Auswahl der „Ausnahmeplatten“ im Monat September geschafft. Bernardo Pieri rezensiert für die italiensiche Fachzeitschrift:

MUSICA-Rezension September 2018 Bruckner-Markovina

Klavierwerk eines Symphonikers – eine erste Kritik zu Ana-Marija Markovinas neuer Bruckner CD:

Bruckner Badische ZeitungKlavierwerke aus [Bruckners] Feder? Nie gehört. In diese Lücke stößt jetzt die Pianistin Ana-Marija Markovina, die sich der Sache angenommen hat. Nicht weniger als 13 Ersteinspielungen sind darunter. […] Die Interpretin spielt überaus versiert und farbig, auch wenn der Flügel anfangs überraschend unromantisch […] klingt. Gelungen und interpretatorisch schlüssig obendrein das Zusammenwirken mit dem Kollegen Rudolf Meister bei den vierhändigen Stücken. […] Eine für den Musikfreund […] durchaus informative Scheibe, die auf absoluten Seitenpfaden des Repertoires einen großen Komponisten beim eher Einfachen zeigt.

Johannes Adam, Badische Zeitung, 30. Juni 2018

PODCAST – Ana-Marija Markovina im Gespräch Mit David Osenberg

LOGO WWFM 1Im Frühjahr sprach Ana-Marija Markovina in New York mit David Osenberg (Musikdirektor des renommierten Rundfunksenders WWFM – The Classical Network und Moderator der preisgekrönten Sendung Cadenza) unter anderem über ihre kenntnisreiche Annäherung an das Werk Carl Philipp Emmanuel Bachs und über ihre intensiven Beschäftigung mit der Musik Anton Urspruchs. Das Gespräch wurde als Podcast veröffentlicht und ist hier abrufbar:

CADENZA A.-M. Markovina, piano Revisit • Jun 7, 2018.

‚PIANONews‘, ‚BR-Klassik‘ und die spanische ‚Scherzo‘ über Ana-Marija Markovinas Urspruch CD vom letzten Herbst

[…] Wunderbar trifft Markovina den Charakter dieser Musik, kann mit ihrem variantenrei- chen Anschlag den richtigen Klang für die musikalische Aussage herausarbeiten. Das ist nicht ganz einfach bei den vielen kleinen Stücke, wie in den 24 Variationen Op. 10 von 1882. Wenn man diese drei CDs durchhört, entsteht ein Bild des Komponisten Anton Urspruch, das ihn zwischen Liszt, Brahms und Schumann einordnen lässt. Es ist wunderbare Musik, die sich hier erschließt. Und Markovina ist eine famose Interpretin dieser pianistisch anspruchsvollen Musik. Eine Entdeckungsreise, der man sich als Freund hochromantischer Musik hingeben muss.

Carsten Dürer, PIANONews, Juni 2017

 

[…] Zur Elite der virtuosen Salon- und Konzertkultur des späten 19. Jahrhunderts zählend, hinterließ [Anton Urspruch] ein umfangreiches, jedoch weitgehend in Vergessenheit geratenes Schaffen für Klavier solo. Diesem widmete sich […] Ana-Marija Markovina.

[…] Die Pianistin überzeugt nicht nur durch ihre temperamentvolle Gestaltung der wuchtigen Passagen, sondern auch durch ihr feines Gespür für die zarteren, liedhaften Töne dieses typisch romantischen Klaviersatzes. […] Der faszinierende Ausdrucksreichtum von Urspruchs Werken reicht von lyrischer Schlichtheit über schweifende Fantastik bis hin zu hochanspruchsvoller Virtuosität, deren zuweilen vertrackte pianistische Anforderungen Ana-Marija Markovina bravourös bewältigt. […] Geradezu organisch gestaltet sie die subtile Dramaturgie aus Stauungen und Lösungen in Anton Urspruchs „Impromptu“ aus seinen „Cinq Morceau pour le Piano“. […]

[Seine] Musiksprache [gibt] mit ihrer poetisch-musikalischen Bandbreite […] ein reizvolles Zeugnis von den vielfältigen musikästhetischen Dimensionen ihrer Zeit. Das macht Ana-Marija Markinovas gelungene Urspruch-Interpretation überzeugend deutlich.

Michael Schmidt, BR-Klassik, Leporello, November 2017

 

Eine gute Nachricht für den neugierigen Musikfan ist Hänsslers Veröffentlichung des gesamten Klavierwerks von Urspruch (3 CDs), […] eingespielt von der in Köln lebenden, kroatischen Ugorski- und Badura-Skoda-Schülerin Ana-Marija Markovina.

Durch diese exzellenten Aufnahmen aus dem Frankenstudio des Bayerischen Rundfunks und durch Helmut Reuters Begleittext […], können wir uns ein besseres Bild von Anton Urspruch machen.

Juan Manuel Viana, Scherzo, Juni 2018

Gramophone rezensiert Elena Gaponenkos aktuelle CD als “herrausragend”

For her second recording, the Russian pianist and cellist Elena Gaponenko plays a virtuoso solo piano recital on disc 1 and a virtuoso solo cello recital on disc 2.

[…] Outstanding are Gaponenko’s take on the second of Medtner’s two Fairy Tales with its quasi-jazz/South American inflections, and Lyapunov’s lovely Chopinesque Nocturne (why don’t pianists play this more often?).

[…] It says something for Gaponenko’s [cello-] playing that I was completely absorbed – by the Sibelius (an early work I had never encountered before), the two movements of the Ligeti Sonata (the Capriccio is a real workout) and even by the much-recorded […] Kodály Sonata. As with her piano-playing, Gaponenko does not shy away from digging deep into the bass register of the instrument to vivid effect.

Jeremy Nicholas, Gramophone, April 2018

David Rahbee für „The American Prize“ nominiert

Unser Dirigent David Alexander Rahbee ist unter den Halbfinalisten beim renommierten „The American Prize“-Wettbewerb. Wir warten gespannt auf die noch ausstehende Verkündung der Gewinner. Mit dem University of Washington Symphony Orchestra ist David in der Kategorie „orchestral performance“ nominiert.
The American Prize würdigt besondere künstlerische Leistungen bei der Aufführung klassischer Musik in den USA.