Peter Sommerer

Der aus dem oberösterreichischen Steyr stammende Dirigent Peter Sommerer gehört zu den vielseitigsten Talenten seiner Generation. Sein umjubeltes Debut vor kurzem bei der Königlichen Kapelle in Kopenhagen er- freute sich großer Resonanz. Seit der Spielzeit 2012/13 ist Peter Sommerer Generalmusikdirektor am Landestheater Schleswig-Holstein.

Donizettis „Lucia di Lammermoor“, Hindemiths „Cardillac“, Verdis „La Traviata“, Massenets „Don Quichotte“ und Blachers „Preußisches Märchen“ unterstreichen seine äußerst erfolgreiche Arbeit und Vielseitigkeit. Im symphonischen Bereich fanden besonders sein Zyklus der Symphonien von Anton Bruckner oder die „Alpensymphonie“ von Richard Strauss große überregionale Beachtung.

Neben seiner Verpflichtung an diesem Haus ist Peter Sommerer auch regelmäßig als Gastdirigent tätig, u.a. dirigierte er die Hamburger Symphoniker, das Philharmonische Orchester Graz, die Süddänische Philharmonie, sowie auch regelmäßig in den USA und in Kanada. Besonders erwähnenswert ist sein Debut an der Oper Zürich 2013 mit Eötövös’ „Drei Schwestern“.

Prägend war die Zeit von 2002 bis 2005 als ständiger Assistent von Michael Boder, was ihn unter anderem an Häuser wie die Wiener Staatsoper, Sächsische Staatsoper Dresden, Deut- sche Staatsoper Berlin und an das Nationaltheater München führte. Bei den Salzburger Festspielen 2004 war er ebenfalls als musikalischer Assistent tätig. Während dieser Zeit erwarb sich Peter Sommerer ein umfangreiches Repertoire an Opern von Richard Wagner und Richard Strauss. Sein Debüt als Operndirigent gab Peter Sommerer mit Tan Duns „Marco Polo“ noch während des Studiums (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien) 1998 an der „Neuen Oper Wien“, deren Schwerpunkt auf Musiktheater-Produktionen des 20. und 21. Jahrhunderts liegt.

Nach mehreren Einstudierungen (u.a. Klangbogen Wien, Wien modern, Werke von Schnitt- ke, Rihm, Schönberg) wurde er 2002 mit der musikalischen Leitung des „Internationalen Opernstudios Meran“ betraut. Zwischen 2005 und 2010 war Peter Sommerer im Festenga- gement am Theater Osnabrück, wo er ein breitgefächertes Repertoire (Oper, Operette, Musical, Konzert) dirigierte.

Seit 2004 gastiert er auch regelmäßig in Kanada (Toronto, Montreal, Winnipeg, Calgary) und den USA (Boston, Detroit, Los Angeles, Providence, San Diego, Sarasota). Seinen ersten Violinunterricht erhielt er im Alter von sechs Jahren. Noch während seiner Gymnasialzeit studierte Peter Sommerer Konzertfach Violine und Musiktheorie am Bruckner-Konservatorium in Linz. Nach dem Abitur begann er seine Studien an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Dirigieren bei Prof. Uros Lajovic) und an der Universität Wien (Geschichte), die er mit Auszeichnung abschloss.

Seine erste Konzert-Tournee als Dirigent führte ihn 1997 nach Japan mit dem „Jungen Orchester Wien“, dessen künstlerische Leitung er bis 2001 innehatte, weitere Konzerte fanden vor allem in Österreich und Süddeutschland statt.

Fotos

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Press

Germany

Tschaikowskys 6.Sinfonie

Mit gleich zwei „Schlachtrössern“ der Spätromantik bestückten GMD Peter Sommerer und seine Landessinfoniker ihr gut besuchtes 2. Sinfoniekonzert in der A.P.Moller Skoden zu Schleswig: Peter Tschaikowskys legendäres Violinkonzert in Kombination mit seiner nicht minder spektakulären sechsten Sinfonie.

Ein anderes Hörbild gab es bei Tschaikowskys sechster Sinfonie, die an diesem Abend ihren sinnstiftenden Beinamen „Die Pathetische“ alle Ehre machte Peter Sommerer dämpfte sogar die anmutige Heiterkeit des graziösen zweiten Satzes, […]

Kieler Nachrichten, 16.12.2016

Der großartige Virtuose heißt Benjamin Schmid. (…) Das Werk das zu seiner Entstehungszeit 1878 mit wilden Läufen, waghalsigen Doppelgriffen und flirrenden Flageoletttönen als unspielbar galt, ist für Schmid kein Problem. (…)

Das Orchester unter der Leitung von GMD Peter Sommerer ist ihm kongenialer Partner, gibt ihm farbige Antworten und lässt es in den Tutti-Passagen ordentlich krachen.

Flensburger Tagesblatt, 16.12.2016

Bizet: „Carmen“

Er [Peter Sommerer] findet für die allseits bekannten spanischen Rhythmen des Franzosen Bizet einen klaren, prickelnden, forcierenden und von jeder folklorischen Verwaschung befreiten Ton. Und im dunklen chromatischen Todesmotiv etwa dräut es entsprechend düster, aber eben nicht melodramatisch aus dem Graben. Das Publikum im ausverkauften Haus bedankte sich mit großem Applaus für diesen insgesamt beachtenswerten Saisonauftakt.

Kieler Nachrichten 29.09.2016

Carmen enthält einige der meistgeliebten Melodien,[…] – schon die Overtüre bewegt tief, weil Generalmusikdirektor Peter Sommerer das Sinfonieorchester des Theaters mit Kraft und Engagement dirigiert.

Populäre Melodien 29.09.2016

Mozart: „Le Nozze di Figaro“
“Die Premiere fand am Sonnabendabend in Flensburg statt und das gesamte Team […] bekam einen Beifall, der kaum ein Ende zu nehmen schien [….]. Der Chefdirigent Peter Sommerer und das Symphonieorchester sind in vollem Schwung von den ersten Tönen der Ouverture an, und sie bleiben dran in den drei Stunden, die die Vorstellung dauert.“ Flensborg Avis, 19. 1. 2016

„Und Peter Sommerer am Pult seiner knackig aufspielenden Landessinfoniker sorgte be- reits in der Ouverture für anregend brodelnde Tempi und aufsässige Akzentuierungen.“ Kieler Nachrichten, 19. 1. 2016

„Gleich mit der  mitreißenden  Ouverture bringt Peter Sommerer mit den Schleswig-Holsteinischen Sinfonikern das Publikum in Wallung.“ Flensburger Tageblatt, 18. 1. 2016

Strauss: „Don Juan“ / Bruckner: Sinfonie Nr. 7
„[…] Und Peter Sommerer legte mit stürmischem Elan los und ließ mit den Anfangstakten die Sektkorken gegen die Decke springen: Fröhlicher und schwungvoller kann ein Werk, das Atem hat, Inspiration und Form, kaum beginnen. Wunderbar herausgekitzelt erschien die differenzierte Strauss’sche Farbenpracht und deren halsbrecherische Harmonik […]. Sommerer dirigierte sehr langsam und benötigte ganze 75 Minuten, um den sinfonischen Monumentalzauber vom empfindlichen Pianissimo bis zum dreifachen Fortissimo auszubreiten: eine berührende Wohltat für Ohren und Gemüt. […] Das Publikum war bis zum großen Schlussapplaus abgetaucht in eine weltabgewandte Aura und seligmachenden Pathos.“ Flensburger Tageblatt, 06.11.2015

„Ein fulminanter Saisonauftakt ist dem Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchester im Nordsee Congress Centrum (NCC) in Husum gelungen. […] In einem relativ spärlich besetzten Kleinen Saal im NCC brannten Sommerer und sein Orchester ein brillantes musikalisches Feuerwerk ab. […] Sommerer, der übrigens das ganze Konzert ohne Partitur dirigiert, treibt das Orchester zur Höchstleistung an. Mitreißend dröhnendes Blech, einfühlsames Holz, stürmische Pauken und über all dem schwebende Streicher machen das gesamte Werk zu einem Erlebnis, an das man sich gern erinnert. […]“
Flensborg Avis, 11/2015

Verdi: „La Traviata“
„[…] Und das Orchester unter der Leitung von Peter Sommerer versteht die zart innigen weltentrückten Melodien Verdis ebenso überzeugend umzusetzen wie die hochdramatischen Passagen… (…) Da bleibt kein Wunsch offen. Flensburger Tageblatt, 21.09.2015

„[…] und im Orchestergraben verleiht Peter Sommerer mit seiner sportiven Lesart der Partitur und seinen hellwachen Musikern jeder Note Brio. Sehr großer Applaus für eine szenisch plausibel, musikalisch überragende Traviata.“ Kieler Nachrichten, 21.09.2015

Hindemith: „Cardillac“
„[…] Das Rückgrat der Aufführung ist das Orchester unter der Leitung von Peter Sommerer: Fast nur vorwärts treibend erzeugt der Generalmusikdirektor viel Drive, was durch die Vielfalt der ineinander verwobenen Stimmen umso stärker wirkt. Ungewöhnliche Rhythmen, Harmonien und Instrumentenverbindungen schaffen verwirrend neue Hörerlebnisse, dazwischen Anspielungen auf Bach-Oratorien oder grelle Schlagerpassagen und ein zweites Orchester, das hinter der Bühne für Raumklang sorgt. So entsteht ein geradezu wahnhaft anmutender Klangrausch. […]“ Flensburger Tageblatt, 08.06.2015

„[…] Peter Sommerer und seine bestens disponierten Landessinfoniker mieden konsequent jedes Pathos und süffige Sinnlichkeit zugunsten Hindemiths personaltypischer Askese, die trotz gelegentlicher Explosivität meist einen irritierend ernüchternden Gegensatz zum hochdramatischen Bühnengeschehen lieferte. Der Romantik eines E.T.A. Hoffmann umso deutlicher verpflichtet die zahlreichen, plastisch gestalteten Instrumentalsoli und zarten kammermusikalischen Interludien, die von nobler Geschmackssicherheit der Musiker Zeugnis ablegten. Eine faszinierende Produktion aus einem Guss, die wohl auch der Zustimmung Hindemiths hätte gewiss sein können.“ Kieler Nachrichten, 09.06.2015

Britten: „War Requiem“
“Peter Sommerer lotste sein Riesenensemble mit präziser, aber ruhiger Zeichengebung durch alle rhythmischen Untiefen der komplexen Partitur. Dabei geriet das fast geschriene Libera me zu einem der vielen Höhepunkte des denkwürdigen Konzertabends, als er unerbittlich den nicht mehr vom Orchester gestützten, in eigener Taktart agierenden Chor über eine todesmarschähnliche Stretta bis zur markerschütternden Verzweiflungsklimax führte, die sich dann in das Versöhnungselysium eines Pianissimo-Schlusses auflöste. Großartig gelungen!“ Kieler Nachrichten, 03/2015

Ravel: „Ma mère l´oye“
„Zum ausdifferenzierten klanglichen Höhepunkt des Abends geriet die stille Märchensuite Ma mère l´oye (Mutter Gans) des neben Debussy bedeutendsten Impressionisten Maurice Ravel. In der Werksicht Peter Sommerers und seiner sensibel agierenden Musiker kamen diese wunderbar instrumentierten Miniaturen wie charmante Soufflés daher, ihre Klangsprache war durchwegs kapriziös und irisierend, ihr filigraner Duktus ausgesprochen delikat. Ein ungewöhnlich gelungener und damit vielversprechender Einstieg in das neue Konzertjahr 2015.“ Kieler Nachrichten, 01/2015

Donizetti: „Lucia di Lammermoor“
„Und das Orchester setzt unter Leitung von Peter Sommerer musikdramatische Glanzpunkte mit rasanten Tempi, romantischen Melodien und wahrhaft versponnenen Linien. Stets präzise, aufmerksam und bestens mit dem Bühnengeschehen abgestimmt.“ Flensburger Tageblatt, 11/2014

Tschaikowsky: „Eugen Onegin“
„[…] Derweil realisiert das Orchester unter dem Dirigat von Generalmusikdirektor Peter Sommerer die Partitur mit einem sehr erdig-dunklem Klang, bei dem gleichwohl die vielen Feinheiten und originellen Klangfarbenmischungen Tschaikowskis bestens zur Geltung kommen. Eine gelungene Premiere!“ Flensburger Tageblatt 06/2014

Strauss: „Alpensinfonie“
„(…) Großartige Klangregie! (…) Standing ovations!“ Flensburger Tageblatt 05/2014

„(…) der souverän Klangregie führende Dirigent erntet dafür reichen Beifall – auch aus dem Orchesterverbud heraus.“ Kieler Nachrichten, 05/2014

Brahms: 1. Sinfonie
“…mit gewisser ironischer Distanz beinahe tänzelnd dirigierten 3. Satz bis hin zum triumphalen Finale erlebt der Zuhörer eine meisterhafte Interpretation dieses oft gespielten Werkes.“ Flensborg Avis, 04/2014

Mussorgsky/Ravel: „Bilder einer Ausstellung“
„(…) Als wollten GMD Peter Sommerer und seine Musiker dem kulturpolitischen Gezerre im Lande ihre unbedingte Musizierlust entgegenschleudern, legte man sich mit Verve ins Zeug, reizte Mussorgskys Sarkasmus mit dämonischer Widerborstigkeit ebenso aus, wie man die impressionistische Raffinessen der genialen Ravel-Fassung genüßlich auszukosten wußte. (…) Donnernde Ovationen!“ Kieler Nachrichten, 03/2014

Repertoire

OPER + OPERETTEN

Berg
Lulu

Bernstein
Candide

Blacher
Preußisches Märchen

Bizet
Les pecheurs de perles
Carmen

Britten
Albert Herring
Sommernachtstraum

Cerha
Der Riese vom Steinfeld

Donizetti
Don Pasquale
Lucia di Lammermoor
Maria Stuarda

Dun
Marco Polo

Dvorak
Rusalka

Enesco
Oedipe

Egk
Der Revisor

Eötvös
Drei Schwestern

Gounod
La Nonne Sanglante

Hindemith
Cardillac

Janacek
Jenufa

Kálmán
Gräfin Mariza

Kander
Cabaret

Künneke
Der Vetter aus Dingsda

Loewe
My Fair Lady

Lortzing
Zar und Zimmermann

Lehàr
Die Lustige Witwe

Mashayekhi
Neda – Der Ruf

Massenet
Werther
Don Quichotte

Mozart
Così fan tutte
Die Entführung aus dem Serail
Die Zauberflöte
Le Nozze di Figaro
La Clemenza di Tito

Nowitz
Die Bestmann-Oper

Offenbach
Orpheus in der Unterwelt

Porter
Kiss me Kate

Poulenc
Dialogues des Carmélites

Puccini
Gianni Schicci
La Bohème
Madama Butterfly
Turandot

Rihm
Jakob Lenz

Rimski-Korsakov        
Die Zarenbraut

Rossini
Il Barbiere di Siviglia
Otello

Schnittke
Die Historia von D. Johann Fausten

Schönberg
Die Jakobsleiter
Von heute auf morgen

Schedl
Glaube, Liebe, Hoffnung

Spohr
Faust

Strauss
Die Frau ohne Schatten
Der Rosenkavalier
Elektra

Strauß
Die Fledermaus
Wiener Blut
Der Zigeunerbaron
Eine Nacht in Venedig

Strawinsky
The Rake’s Progress

Tschaikowsky
Eugen Onegin

Verdi
Don Carlo
La Traviata
Nabucco
Otello

Wagner
Die Meistersinger von Nürnberg
Der fliegende Holländer
Das Rheingold
Walküre
Siegfried
Götterdämmerung

Weber
Der Freischütz

Werner
Lavinia A.

Wright
Grand Hotel

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REPERTOIRE KONZERT (Auswahl)

Bach
Magnificat
Messe in h-Moll
Johannes-Passion
Matthäus-Passion
Weihnachtsoratorium
Div. Kantaten
Brandenburgische Konzerte
Ouvertüre Nr. 3

Bartok
Konzert für Orchester

Beethoven
Sinfonie Nr. 1, 2, 3, 5, 7
Klavierkonzert Nr. 2, 4
Violinkonzert
Missa in C-Dur
Missa solemnis
Chorfantasie
Die Geschöpfe des Prometheus

Berg
Lulu-Variationen
Violinkonzert
Wozzeck-Bruchstücke

Berlioz
Symphonie fantastique

Brahms
Sinfonien Nr. 1, 2, 3 und 4
Haydn-Variationen
Violinkonzert

Bruckner
Sinfonien Nr. 3, 4, 5, 7 und 9

Debussy
La Mer

Dvorak
Sinfonie Nr. 8, 5

Gershwin
Rhapsody in blue
Cuban Overture

Grieg
Klavierkonzert
Peer Gynt

Händel
Der Messias
Div. Concerti grossi
Wassermusik
Feuerwerksmusik

Haydn
Sinfonien Nr. 7, 22, 44, 60, 82, 83, 84, 88, 92, 96, 100, 101,102
Die Schöpfung
Sämtliche Messen

Hindemith
Sinfonie “Mathis der Maler”

Liadow
Kikimora
Baba Yaga
Der verzauberte See

Mahler
Sinfonie Nr. 1, 2 und 6
Lieder eines fahrenden Gesellen

Messiaen
Un Sourire

Mendelssohn
Sinfonie Nr. 4
Musik zu “Ein Sommernachtstraum”
Violinkonzert
Ouvertüre “Die Hebriden”

Mozart
Sinfonien KV 200, 201, 297, 318, 385, 504, 550 und 551
Flötenkonzert KV 315
Hornkonzert KV 417
Klavierkonzert KV 467
Violinkonzerte KV 219 und KV 211
Serenade KV 350
Requiem
Sämtliche Messen

Nielsen
Symphonie Nr. 2

Pärt
Te Deum

Sibelius
Sinfonie Nr. 2, 5

Schubert
Sinfonie Nr. 2, 3, 5, 7 und 9
Sämtliche Messen

Schumann
Sinfonien Nr. 1 und 3

Strauß
Div. Walzer, Polkas etc.

Strauss
Don Juan
Tod und Verklärung

Szymanowski
Violinkonzert Nr. 1

Thorvaldsdottir
Aeriality

Tschaikowsky
Sinfonien Nr. 2, 6

Wolf
Italienische Serenade