Svetoslav Borisov

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Svetoslav Borisov vertritt hervorragend das Bild des neuen mitteleuropäischen Dirigenten. Aus Bulgarien stammend und mit der Musik der slawischen Länder bestens vertraut, erzielt er schon seit Jahren große Erfolge in Deutschland und Österreich mit dem Repertoire auch dieser Länder. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist er Erster Kapellmeister am Theater Magdeburg und weiterhin Künstlerischer Leiter des Kammerorchesters „con fuoco“ in Graz. Von 2013-15 war er Assistent von GMD Steven Sloane und Dirigent der Bochumer Symphoniker sowie bis 2016 Chefdirigent der Oper Varna. Beiden Häusern ist er auch weiterhin als Ständiger Gast verbunden.

 

 

Nach erstem Trompetenunterricht am Musikgymnasium in Varna studierte er an der Universität für Musik in Sofia sowie an der Kunstuniversität in Graz. Dort begann er auch ein breitgefächertes Dirigierstudium, das er 2010 mit Auszeichnung abschloss: Orchesterdirigieren bei Martin Sieghart, Chordirigieren bei Johannes Prinz und Opernpraxis bei Wolfgang Bozič. Hier entdeckte er auch seine Liebe zur Oper, die ihn als Assistent an das Stadttheater Klagenfurt und anschließend – zunächst als Kapellmeister – an die Oper Varna führte. Mit großem Erfolg wurde Svetoslav Borisov mehrmals als Gast an die Staatsoper Sofia eingeladen. Im Dezember 2014 leitete er die Premiere von Emmerich Kalmáns Die Csárdásfürstin am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen und im März 2016 gab er sein erfolgreiches Debüt an der Istanbuler Oper mit Adolphe Adams Ballett Le Corsaire.

Wertvolle Erfahrungen konnte Svetoslav Borisov in der Zusammenarbeit mit zahlreichen Orchestern in ganz Europa sammeln, wie z.B. dem Beethoven Orchester Bonn, den Bochumer und Düsseldorfer Symphonikern, der Neuen Philharmonie Westfalen, dem Orchestre de Chambre de Lausanne und dem Dänischen Nationalorchester. Er gastierte in Belgien, China, Deutschland, Griechenland, Litauen, Luxemburg, Österreich, Rumänien, Tschechien und in der Schweiz. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet Svetoslav Borisov seit März 2014 mit dem Göttinger Symphonie Orchester. Nach zwei Sinfoniekonzerten und einem Konzertprojekt mit CD-Aufnahme wird er dort in der Spielzeit 2017/2018 wiederum ein Sinfoniekonzert dirigieren. Im November 2015 sprang er für Krzysztof Penderecki bei den Grazer Philharmonikern ein; wenig später gab er sein erfolgreiches Debüt beim Bruckner-Orchester Linz als Einspringer für Dennis Russel Davies. Svetoslav Borisov arbeitet mit zahlreichen Solisten zusammen wie z.B. Christian Altenburger, John Mark Ainsley, Carlo Colombara, Lidia Baich, Gabor Boldoczki, Lilya Zilberstein und dem Leipziger Streichquartett.

2007 gründete er das Kammerorchester „con fuoco“ in Graz, mit dem er zahlreiche Projekte im In– und Ausland realisierte, sowohl im Konzert – als auch im Opernbereich (z.B. Donizettis Rita, Suppés Die schöne Galathée, Lortzings Die Opernprobe). Im Jahr 2015 begann er ein großes Projekt mit der Aufführung sämtlicher Symphonien von Wolfgang Amadeus Mozart.

Mit großem Engagement widmet sich Svetoslav Borisov auch dem Crossover-Bereich und der Musikvermittlung wie z.B. moderierten Familien- und Weihnachtskonzerten.

Svetoslav Borisov absolvierte Meisterkurse u.a. bei Ralf Weikert, Bernard Haitink, Jesus Lopez Cobos und Kurt Masur. 2010 nahm er an der Internationalen Dirigentenakademie Bochum unter Leitung von Steven Sloane, Roger Norrington und Sylvain Cambreling teil.

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Fotos

©Sven Purgar/KUG

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Presse

Deutschland

Wolfgang Amadeus Mozart „La Finta Giardiniera“ – Magdeburg 07.05.2017

Die Magdeburgische Philharmonie unter der Leitung von Svetoslav Borisov trifft sehr genau die Balance zwischen musikalischer Komik und elegischer Sentimentalität, schärft die einzelnen Instrumentengruppen und setzt mit Bläsern und Schlagwerk musikalische Akzente.

Herbert Henning, Orpheus, Juli/August 2017

Svetoslav Borisov hat mit der Magdeburgischen Philharmonie einen vorzüglichen Mozartton getroffen. Er lässt leicht, aber um Gottes Willen nicht „mozärtlich“ spielen, Kontraste werden dezent geschärft, Sentiment erklingt, aber niemals Kitsch. Es gibt ohrenschmeichelnde Sanftheit der gedämpften Violinen genauso wie grummelnde Bässe und komisches Paukengedröhn. Vor allem aber: Borisov gibt der Musik einen exzellent abgewogenen Drive, der alles luftig flott vorandrängt. man war bestens amüsiert.

Irene Constantin, Volksstimme, 08.05.2017

Ballett „Le Corsaire“ – Magdeburg, 06.04.2017

[…] Nicht minder einfühlsam und punktgenau mit der Choreografie agiert Svetoslav Borisov, 1.Kapellmeister der Magdeburgischen Philharmonie, am Pult. Ihm gelingt es auch, die Musik der diversen Komponisten, die im Laufe der Jahre Musikteile zu dem Ballett hinzugefügt haben, so geschickt miteinander zu verbinden, dass es beinahe einheitliches musikalisches Gesamtkunstwerk entsteht.

Rolf-Dietmar Schmidt, Volksstimme, 08.04.2017

[…] Und die Magdeburgische Philharmonie unter Svetoslav Borisov sorgt mit Eleganz für die Harmonie zwischen Orchester und Bühne. […]

Herbert Hennig, Tanznetz, 07.04.2017

Charles Gounod „Faust“ – Magdeburg 10.09.2016

Svetoslav Borisov, der neue erste Kapellmeister des Hauses, der mit diesem „Faust“ seinen Einstand gibt, hat es verstanden, den langen Abend, die Oper ging bis fast 23 Uhr, zu einem besonderen musikalischen Ereignis werden zu lassen. Er hat mit der Magdeburgischen Philharmonie, die sehr gut in Form war, jenseits süßlichen Schwelgens die Oper in all ihren Qualitäten beglaubigt, vor allem mit prachtvollem Klangzauber.. Er hat Bühne und Orchester fabelhaft zusammengehalten. Er phrasiert sehr differenziert, er liebt scharf herausgemeißelte Kontraste, läßt das Dramatische, aber auch das lyrische dieser sinnlichen Theatermusik zu ihrem Recht kommen. Seine Tempi sind geschmeidig, er zeigt großen Sinn für die orchestralen Details und trägt die Sänger überaus achtsam durch die Partien. Eine beeindruckende erste Premiere dieses energiegeladenen bulgarischen Dirigenten. Er ist ein großer Gewinn für das Theater Magdeburg.

MDR Kultur 11.9.16, Dieter David Scholz

Das wirkliche musikalische Theater fand im Orchestergraben und in den Kehlen der Sänger statt. Svetoslav Borisov animierte die Magdeburgische Philharmonie ganz ungemein. Ein berauschend volltönender, romantisch atmender Klang füllte das Haus. Lieblicher Lyrismus und dramatische Tragik halten die Balance. Borisov wählte ruhige, dennoch keine schleppenden Tempi, umso schöner hatten die tänzerischen Melodien und frei fließenden Schwärmereien der Arien Zeit zur Entfaltung. Die instrumentalen Soli leuchteten wie feine Juwelen […]die Solisten trug der Dirigent auf Händen. Borisov könnte als Erster Kapellmeister ein längerfristiger Glücksgriff am Pult des Orchesters sein;[…] Ein großer, langer Abend und ein vor allem musikalisch gelungener Spielzeiteinstand.

Irene Constantin, Volksstimme,12.09.2016

Die Neuinzenierung von Gounods „Faust“ war jedenfalls musikalisch ein Volltreffer. Das lag entscheidend am umsichtigen, ausgesprochen sängerfreundlichen Dirigat von Magdeburgs neuem 1. Kapellmeister Svetoslav Borisov. Wie der Bulgare die gut disponierte Philharmonie zu fein ausdifferenzierendem Musizieren brachte und in den Chören den großen Apparat zusammenhielt, das hatte herausragendes Niveau.

Gerhard Eckels, Opernfreund 04.10.2016

Der von Martin Wagner vorzüglich einstudierte Chor und die bestens aufgelegte Magdeburgische Philharmonie werden von dem aus Bulgarien gebürtigen Svetoslav Borisov, der ab dieser Spielzeit Erster Kapellmeister am Theater Magdeburg ist, sicher und umsichtig durch die Partitur geführt. Er findet eine überzeugende Balance zwischen dramatischer Verve und den lyrischen Passagen. Er weiß um die Gefahr bei Gounod und der französischen Romantik […]. Bei ihm aber klingen gerade die romantischen Stellen echt und tief empfunden. Das Premierenpublikum dankte allen mit enthusiastischen, rhythmischen Applaus für einen großen Opernabend.

J. Gahre, Opernglas, Oktober 2016

 

 Sinfoniekonzert Stadthalle Göttingen, 24.4.2015

Gleich in der Bach-Ouvertüre bewies der aus Bulgarien stammende, derzeit in Bochum und an der Oper Varna wirkende Gastdirigent Svetoslav Borisov, dass er ausgesprochen klare Vorstellungen in Sachen Tongebung und Transparenz mitbringt. Ganz schlank war der Streicherklang, orientiert an historischer Aufführungspraxis, der Sound der modernen Trompeten strahlend, aber nicht dominierend, die Artikulation ausgearbeitet, der Gestus tänzerisch: ein kultivierter Genuss. Die GSO-Musiker legten sich unter der souveränen Führung ihres Gastdirigenten mächtig ins Zeug und wurden von den Zuhörern mit langanhaltendem Applaus bedacht. Ein überaus spannender Abend mit neuen Begegnungen.

Michael Schäfer, Göttinger Zeitung, 27.4.2015

 

Premiere „Die Csárdásfürstin“ Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen am 19.12.2014

Und auch die Neue Philharmonie Westfalen unter Svetoslav Borisov macht einfach nur Spaß. Es ist ein Vergnügen zu hören, dass über Kálmáns Melodien kein Zuckerguss gegossen wird, ihrem Tempo, Vorwärtsdrang genauso Raum gegeben wird wie einem Schuss Sentimentalität und Melancholie.

Thomas Hilgemeier für Theater pur, 23.12.2014

 

 

Am Pult der Neuen Philharmonie Westfalen ist erstmals Svetoslav Borisov zu erleben, der die Musiker mit leichter Hand durch die Csárdás- und Walzer-Rhythmen führt und so für einen süffigen Orchesterklang aus dem Graben sorgt.

Thomas Moltke für Online Musik Magazin, 21.12.2014

 

International

Jubiläumskonzert CON FUOCO in Graz, 10.6.2017

Präzis und elegant in der Gestik, rhythmisch, detailgenau und umsichtig – so die überzeugende musikalische Leistung. In den paar Jahren seiner professionellen Laufbahn fuhr Borisov bereits manchen nicht so ins Schema passenden Erfolg ein. Nun war’s einer mehr.

Walter Neumann, Kleine Zeitung, Graz 12.06.2017

Sinfoniekonzert im Musikverein Graz, 19. Januar 2016

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen rettete Dirigent Svetoslav Borisov ein Orchesterkonzert im Musikverein. Im November sprang er für Krzysztof Penderecki, nun für Dennis Russell Davies ein. Mit dem Linzer Bruckner-Orchester führte er Bruckners “Romantische” und das Violinkonzert Richard Dünsers auf. Ein junger Dirigent und ein Orchester mit mehr Bruckner-Erfahrung als die meisten anderen – eine Kombination, die Funken sprühen ließ. Kräftig und jugendlich klang der Kopfsatz von Bruckners “Romantischer”. Die typische Terrassen-Dynamik Bruckners …. kostete Borisov genussvoll aus. Noch schöner aber war, wie ….Borisov inmitten all der Monumentalität reizende Zwischenepisoden platzierte.

Martin Gasser, Kronenzeitung, 20.1.2016

Sinfoniekonzert im Musikverein Graz, 23. 11. 2015

Neue und neueste Stücke gaben die Grazer Philharmoniker unter Svetoslav Borisov beim Musikverein….und eine grandiose Version von Schostakowitschs Sechster. Breit quoll dann die elegische Eröffnung zu Schostakowitschs Sechster über…und wie Borisov diesen Eröffnungssatz verklingen ließ, ohne eine Spur von Pathos, dafür unendlich klar, innig und ruhig. Ein großer Moment, den das Scherzo kompakt und schrill fortscheuchte, während im rasanten Presto-Spuk gedämpfte Scharfzeichnung statt drastischen Lärmens für dämonische Wirkungen sorgte.

MW, Kronenzeitung, 25.11.2015

Don Pasquale, Oper Varna, 21.8.2015

Das Orchester spielte nach Turandot und Aida nun sehr spritzig und schwungvoll unter seinem Chefdirigenten Svetoslav Borisov, der auch sehr gut die Bühne im Griff hatte.

Online-Merker www.der-neue-merker.eu, Elena Habermann

Gaetano Donizetti „Rita“, Musikverein Graz März 2012

Svetoslav Borisov gibt am Pult lebhafte Tempi, rafft Donizettis Girlanden, leitet die Sänger mit souveräner Hand.

Eva Schuster für Die Kleine Zeitung, 18.3.2012

Sonstiges

Interview mit dem „Kurier“ (Graz, 08.06.2017)

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Repertoire

Eine ausführliche Repertoireliste des Künstlers steht Ihnen hier zum download bereit.