Svetoslav Borisov

BorisovSvetoslav Borisov gehört zu den vielseitigen, dynamischen Dirigenten seiner Generation. Nach zwei erfolgreichen Spielzeiten von 2013-15 als Assistent von GMD Steven Sloane und Dirigent der Bochumer Symphoniker ist er  seit der Spielzeit 2016/2017 Erster Kapellmeister am Theater Magdeburg. Außerdem ist er  Künstlerischer Leiter des Kammerorchesters „con fuoco“ in Graz. Von 2013 – 2016 war er Chefdirigent der Oper Varna, der er auch weiterhin als Ständiger Gast verbunden ist.

 

Nach erstem Klavierunterricht in seiner Heimatstadt Ruse, Bulgarien, wechselte er am Musikgymnasium in Varna zur Trompete und studierte anschließend an der Universität für Musik in Sofia sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. 2003 begann er dort ein breitgefächertes Dirigierstudium, das er 2010 mit Auszeichnung abschloss: Orchesterdirigieren bei Martin Sieghart, Chordirigieren bei Johannes Prinz, Korrepetition und Opernpraxis bei Wolfgang Bozič. Hier entdeckte er auch seine Liebe zur Oper, die ihn als Assistent an das Stadttheater Klagenfurt und anschließend  – zunächst als Kapellmeister – an die Oper Varna führte. Mit großem Erfolg wurde Svetoslav Borisov mehrmals als Gast an die Staatsoper Sofia eingeladen für  Aufführungen von Verdis Don Carlo, mit denen er anschließend beim Philippi Festival in Griechenland auftrat. Im Dezember 2014 leitete er die Premiere von Emmerich Kalmáns Die Csárdásfürstin am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen. Der Istanbuler Oper ist er als Ständiger Gastdirigent verbunden seit seinem erfolgreichen Debüt dort im März 2016 mit Adolphe Adams Ballett Le Corsaire. Am Theater Magdeburg debütierte er im Dezember 2015  mit Humperdincks Hänsel und Gretel.

Wertvolle Erfahrungen konnte Svetoslav Borisov in der Zusammenarbeit mit zahlreichen Orchestern in ganz Europa sammeln, wie z.B. dem Beethoven Orchester Bonn, den Bochumer und Brandenburger Symphonikern, der Neuen Philharmonie Westfalen, dem Orchestre de Chambre de Lausanne, dem Dänischen Nationalorchester, und dem Orquestra do Algarve. Er gastierte in Belgien, China, Deutschland, Griechenland, Litauen, Luxemburg, Österreich, Rumänien, Tschechien und in der Schweiz. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet Svetoslav Borisov nicht nur mit dem Wiener Mozart-Orchester sondern auch seit einem Familienkonzert im März 2014 mit dem Göttinger Symphonie Orchester. Nach zwei Sinfoniekonzerten in den Jahren 2015 und 2016  leitete er dort im Juni 2016 ein Konzertprojekt mit CD-Aufnahme. Im November 2015 sprang er für Krzysztof Penderecki bei den Grazer Philharmonikern ein; drei Monate später gab er sein erfolgreiches Debüt beim Bruckner-Orchester Linz als Einspringer für Dennis Russel Davies. In der Spielzeit 2016/2017 wird er erstmals die Düsseldorfer Sinfoniker dirigieren. Svetoslav Borisov arbeitete mit zahlreichen Solisten zusammen wie z.B. Christian Altenburger, John Mark Ainsley, Carlo Colombara, Lidia Baich, Gabor Boldoczki, Yamina Maamar, Lilya Zilberstein und dem Leipziger Streichquartett.

2007 gründete er das Kammerorchester „con fuoco“ in Graz, mit dem er zahlreiche Projekte im In– und Ausland realisierte, sowohl im Konzert – als auch im Opernbereich (z.B. Donizettis Rita, Suppés Die schöne Galathée, Lortzings Die Opernprobe). Im Jahr 2015 begann er ein großes Projekt mit der Aufführung sämtlicher Symphonien von Wolfgang Amadeus Mozart.

Mit großem Engagement widmet sich Svetoslav Borisov auch dem Crossover-Bereich, der Musikvermittlung wie z.B. moderierten Familien- und Weihnachtskonzerten sowie der musikalischen Nachwuchsförderung, z.B. als Chefdirigent des Orchesters der Technischen Universität Wien zwischen 2007 – 2011.

Svetoslav Borisov absolvierte Meisterkurse u.a. bei Ralf Weikert, Bernard Haitink, Jesus Lopez Cobos und Kurt Masur. 2010 nahm er an der Internationalen Dirigentenakademie Bochum unter Leitung von Steven Sloane, Roger Norrington und Sylvain Cambreling teil.

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Fotos

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Borisov

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Presse

Deutschland

 

OPERETTENKONZERT „SUPPÉ – CON FUOCO“, 22. 10. 2016

Der Abend wurde vom Kammerorchester „con fuoco“ gestaltet unter der Leitung seines Gründers und Chefdirigenten Svetoslav Borisov.[…] Svetoslav Borisov leitete mit Schwung und viel Freude an den Stücken diesen Abend,
An der Oper Magdeburg konnte er einen großen Erfolg mit seinem Dirigat von Gounods „Faust“ feiern. Also man sieht das weit gefächerte Repertoire des Maestros.

Elena Habermann, Der neue Merkur 02.11.2016

 

Opernvorstellung „Faust“ von Charles Gounod am 10.09.2016 Magdeburg

Die Neuinzenierung von Gounods „Faust“ war jedenfalls musikalisch ein Volltreffer. Das lag entscheidend am umsichtigen, ausgesprochen sängerfreundlichen Dirigat von Magdeburgs neuem 1. Kapellmeister Svetoslav Borisov. Wie der Bulgare die gut disponierte Philharmonie zu fein ausdifferenzierendem Musizieren brachte und in den Chören den großen Apparat zusammenhielt, das hatte herausragendes Niveau.

Gerhard Eckels, Opernfreund 04.10.2016

 

Der von Martin Wagner vorzüglich einstudierte Chor und die bestens aufgelegte Magdeburgische Philharmonie werden von dem aus Bulgarien gebürtigen Svetoslav Borisov, der ab dieser Spielzeit Erster Kapellmeister am Theater Magdeburg ist, sicher und umsichtig durch die Partitur geführt. Er findet eine überzeugende Balance zwischen dramatischer Verve und den lyrischen Passagen. Er weiß um die Gefahr bei Gounod und der französischen Romantik […]. Bei ihm aber klingen gerade die romantischen Stellen echt und tief empfunden. Das Premierenpublikum dankte allen mit enthusiastischen, rhythmischen Applaus für einen großen Opernabend.

J. Gahre, Opernglas, Oktober 2016

 

„Das wirkliche musikalische Theater fand im Orchestergraben und in den Kehlen der Sänger statt. Svetoslav Borisov animierte die Magdeburgische Philharmonie ganz ungemein. Ein berauschend volltönender, romantisch atmender Klang füllte das Haus. Lieblicher Lyrismus und dramatische Tragik halten die Balance. Borisov wählte ruhige, dennoch keine schleppenden Tempi, umso schöner hatten die tänzerischen Melodien und frei fließenden Schwärmereien der Arien Zeit zur Entfaltung. Die instrumentalen Soli leuchteten wie feine Juwelen […]die Solisten trug der Dirigent auf Händen. Borisov könnte als Erster Kapellmeister ein längerfristiger Glücksgriff am Pult des Orchesters sein;[…] Ein großer, langer Abend und ein vor allem musikalisch gelungener Spielzeiteinstand.“

Irene Constantin, Volksstimme,12.09.2016

 

12. 09. 2016„Svetoslav Borisov, der neue erste Kapellmeister des Hauses, der mit diesem „Faust“ seinen Einstand gibt, hat es verstanden, den langen Abend, die Oper ging bis fast 23 Uhr, zu einem besonderen musikalischen Ereignis werden zu lassen. Er hat mit der Magdeburgischen Philharmonie, die sehr gut in Form war, jenseits süßlichen Schwelgens die Oper in all ihren Qualitäten beglaubigt, vor allem mit prachtvollem Klangzauber.. Er hat Bühne und Orchester fabelhaft zusammengehalten. Er phrasiert sehr differenziert, er liebt scharf herausgemeißelte Kontraste, läßt das Dramatische, aber auch das lyrische dieser sinnlichen Theatermusik zu ihrem Recht kommen. Seine Tempi sind geschmeidig, er zeigt großen Sinn für die orchestralen Details und trägt die Sänger überaus achtsam durch die Partien. Eine beeindruckende erste Premiere dieses energiegeladenen bulgarischen Dirigenten. Er ist ein großer Gewinn für das Theater Magdeburg.“

 

(mdr kultur 11.9.16, Dieter David Scholz)

 

„Unter ihrem neuen 1. Kapellmeister Svetoslav Borisov läuft die Magdeburgische Philharmonie zur Hochform auf, lässt es düster dräuen, schmettert die Märsche, wirft sich in die Walzer und lässt die Sänger mit französischer Eloquenz scheinbar endlos schwelgen.“

 

(nmz online, 11.9.16, Joachim Lange)

 

Sinfoniekonzert im Musikverein Graz, 19. Januar 2016
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen rettete Dirigent Svetoslav Borisov ein Orchesterkonzert im Musikverein. Im November sprang er für Krzysztof Penderecki, nun für Dennis Russell Davies ein. Mit dem Linzer Bruckner-Orchester führte er Bruckners “Romantische” und das Violinkonzert Richard Dünsers auf. Ein junger Dirigent und ein Orchester mit mehr Bruckner-Erfahrung als die meisten anderen – eine Kombination, die Funken sprühen ließ. Kräftig und jugendlich klang der Kopfsatz von Bruckners “Romantischer”. Die typische Terrassen-Dynamik Bruckners …. kostete Borisov genussvoll aus. Noch schöner aber war, wie ….Borisov inmitten all der Monumentalität reizende Zwischenepisoden platzierte.

Martin Gasser, Kronenzeitung, 20.1.2016

Sinfoniekonzert im Musikverein Graz, 19. Januar 2016
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen rettete Dirigent Svetoslav Borisov ein Orchesterkonzert im Musikverein. Im November sprang er für Krzysztof Penderecki, nun für Dennis Russell Davies ein. Mit dem Linzer Bruckner-Orchester führte er Bruckners “Romantische” und das Violinkonzert Richard Dünsers auf. Ein junger Dirigent und ein Orchester mit mehr Bruckner-Erfahrung als die meisten anderen – eine Kombination, die Funken sprühen ließ. Kräftig und jugendlich klang der Kopfsatz von Bruckners “Romantischer”. Die typische Terrassen-Dynamik Bruckners …. kostete Borisov genussvoll aus. Noch schöner aber war, wie ….Borisov inmitten all der Monumentalität reizende Zwischenepisoden platzierte.

Martin Gasser, Kronenzeitung, 20.1.2016

Sinfoniekonzert im Musikverein Graz, 23. 11. 2015
Neue und neueste Stücke gaben die Grazer Philharmoniker unter Svetoslav Borisov beim Musikverein….und eine grandiose Version von Schostakowitschs Sechster. Breit quoll dann die elegische Eröffnung zu Schostakowitschs Sechster über…und wie Borisov diesen Eröffnungssatz verklingen ließ, ohne eine Spur von Pathos, dafür unendlich klar, innig und ruhig. Ein großer Moment, den das Scherzo kompakt und schrill fortscheuchte, während im rasanten Presto-Spuk gedämpfte Scharfzeichnung statt drastischen Lärmens für dämonische Wirkungen sorgte.

MW, Kronenzeitung, 25.11.2015

Don Pasquale, Oper Varna, 21.8.2015
Das Orchester spielte nach Turandot und Aida nun sehr spritzig und schwungvoll unter seinem Chefdirigenten Svetoslav Borisov, der auch sehr gut die Bühne im Griff hatte.

Online-Merker www.der-neue-merker.eu, Elena Habermann

Sinfoniekonzert Stadthalle Göttingen, 24.4.2015
Gleich in der Bach-Ouvertüre bewies der aus Bulgarien stammende, derzeit in Bochum und an der Oper Varna wirkende Gastdirigent Svetoslav Borisov, dass er ausgesprochen klare Vorstellungen in Sachen Tongebung und Transparenz mitbringt. Ganz schlank war der Streicherklang, orientiert an historischer Aufführungspraxis, der Sound der modernen Trompeten strahlend, aber nicht dominierend, die Artikulation ausgearbeitet, der Gestus tänzerisch: ein kultivierter Genuss. Die GSO-Musiker legten sich unter der souveränen Führung ihres   Gastdirigenten mächtig ins Zeug und wurden von den Zuhörern mit langanhaltendem Applaus bedacht. Ein überaus spannender Abend mit neuen Begegnungen.

Michael Schäfer, Göttinger Zeitung, 27.4.2015

Premiere „Die Csárdásfürstin“ Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen am 19.12.2014
Und auch die Neue Philharmonie Westfalen unter Svetoslav Borisov macht einfach nur Spaß. Es ist ein Vergnügen zu hören, dass über Kálmáns Melodien kein Zuckerguss gegossen wird, ihrem Tempo, Vorwärtsdrang genauso Raum gegeben wird wie einem Schuss Sentimentalität und Melancholie.

Thomas Hilgemeier  für Theater pur, 23.12.2014

Unter der Leitung von Svetoslav Borisov entfaltet die Neue Philharmonie Westfalen einen schwungvollen Klang zwischen Walzerherrlichkeit und spannungsvoller Dramatik.

Sascha Ruczinski für Opernnetz, 23.12.2014

Am Pult der Neuen Philharmonie Westfalen ist erstmals Svetoslav Borisov zu erleben, der die Musiker mit leichter Hand durch die Csárdás- und Walzer-Rhythmen führt und so für einen süffigen Orchesterklang aus dem Graben sorgt.

Thomas Moltke für Online Musik Magazin, 21.12.2014

Die Walzer- und Csárdás-Seligkeit wird unterwandert durch schwermütige Mollklänge und die Neue Philharmonie Westfalen, geleitet von (….) Svetoslav Borisov, trifft diese Ambivalenzen genau.

Heinz Albert Heindrichs für Ruhr-Nachrichten, 23.12.2014

Die Neue Philharmonie Westfalen sorgt unter der Leitung von Svetoslav Borisov für die passenden Csárdás- und Walzerklänge und lässt die Puppen tanzen.

Sybille Sobotta für Stadtspiegel Gelsenkirchen, 27.12.2014

Musik:tage,  Graz November 2014
Nach einem temperamentvollen Auftakt des Kammerorchesters con fuoco (mit Feuer) unter Borisovs engagierter Leitung mit der Ouvertüre zu „La finta giardiniera“ (….). Das Orchester con fuoco fand … bei Schuberts Sinfonie Nr. 5 zu fließender Leichtigkeit und zupackender Kraft.

Kronenzeitung, November 2014

Franz von Suppé „Die schöne Galathée“, Musikverein Graz März 2014
Viel Schwung entwickeln Dirigent Svetoslav Borisov und  das Kammerorchester con fuoco.

M. Gasser für Kronenzeitung, 25.3.2014

Dirigent Svetoslav Borisov unterstützt die Sänger gekonnt und lässt das ambitioniert spielende Kammerorchester con fuoco besonders die Ouvertüre detailverliebt spielen.

Kleine Zeitung, 25.3.2014

Svetoslav Borisov beweist mit seinem Kammerorchester con fuoco, das seinem Namen alle Ehre macht, dass das Original von Franz von Suppés meisterhafter Partitur alle späteren Bearbeitungen um Längen übertrifft.

Ernst von Naredi-Rainer für Kleine Zeitung, 23.3.2014

Gaetano Donizetti „Rita“, Musikverein Graz März 2012
Svetoslav Borisov gibt am Pult lebhafte Tempi, rafft Donizettis Girlanden, leitet die Sänger mit souveräner Hand.

Eva Schuster für Die Kleine Zeitung, 18.3.2012

International

Repertoire

Eine ausführliche Repertoireliste des Künstlers steht Ihnen hier zum download bereit.