Seminare „Psychologie im Alltag“ in der Villa Henn

Mit unseren Hauskonzerten finden auch wieder die mehrstündigen Seminare zur „Psychologie des Alltags“ in der Villa Henn statt. Diese erfreuen sich zunehmend großer Beliebtheit und auch dieses Mal haben wir versucht, möglichst viele verschiedene Alltagsthemen unterzubringen, so dass hoffentlich für jeden etwas dabei ist.

03. Dezember 2016: Der Andere – Die Angst vor dem Fremden und der Umgang mit ihr.

Wir leben in einer neuen Zeit, in der das uns Fremde in der Gestalt von Personen und Kulturen in die direkte Nachbarschaft gerückt ist. Noch vor gar nicht langer Zeit war das Fremde beheimatet in einem Staat, in einer anderen Stadt. Jetzt kommt das Fremde und Ungewohnte aus einer ganz anderen Gegend der Welt (Globalisierung). Wie gehen wir damit um? Es nützt wenig, auf seinen Standpunkten zu beharren. Voraussetzung des Miteinander- Lebens ist, sich selbst kennen gelernt zu haben. Das ist ein Entwicklungsprozess, den man üben muss, und der auch unabhängig von der Aufgabe, das Fremde zu verstehen, die eigene Persönlichkeit entwickelt. Wie das geht, ist Thema des Seminars.

21. Januar 2016: Wie rette ich meine Beziehung?

Die einfache Rollenaufteilung, die üblicherweise eingerichtet wird, führt zu einer durchgreifenden Individualisierung der Beziehungsstrukturen. Die individuellen Lebensentwürfe und Wünsche verstecken sich nicht mehr hinter dem Rollenklischee. Das ist eine Herausforderung für jeden von uns. Die Arbeit, die hier ausdauernd geleistet werden muss, ist das Verstehen im weitesten Sinn: Lebenssituation, Beziehungsstruktur (Kinder, Angehörige), Lebensentwürfe abhängig von der Altersstufe, u.ä.
Das Verstehen heißt hier nicht, primär den Anderen versuchen zu verstehen, sondern zunächst einmal sich selbst. Wenn ich in einer vorurteilsfreien Weise mich selbst verstanden habe, bin ich erst in der Lage, mich auf den Anderen einzulassen.

*ACHTUNG Neuer Termin* 18.03.2017 Die Psychologie des Geldes

Geld ist seit Jahrtausenden ein praktisches und magisches Mittel, nicht nur der Wirtschaft, sondern des alltäglichen Lebens. Es ist fast unmöglich, zum Geld keine emotionale Beziehung zu haben. Die Forderung der Wirtschaft und Politik, dass das Geld ein rationaler Gegenstand sei, wird so gut wie von niemandem erfüllt. Deswegen ist das Geld seit langem psychologischer Gegenstand. Wir wollen in dem Seminar diese Überlegungen reflektieren, und unsere eigene Beziehung zum Umgang mit Geld darin einbinden, um so womöglich auch zu besseren Strategien im Umgang im Umgang mit dem Geld zu finden: Schulden, Kredite, Gewinne, Verarmungsangst, Investitionen, Kaufverhalten, Kaufrausch, Schenken, Sparen, Status.

25. März 2017 Grenzen ziehen!

Sowohl im privaten Bereich, Familie, Partnerschaft, als auch im Beruf müssen wir alle ein Gleichgewicht finden zwischen Aufgabenerfüllung, also dem, was andere von uns verlangen, und der Wahrnehmung unserer eigenen Interessen. Das ist die Kunst der Grenzziehung. Wir alle haben die Erfahrung gemacht, dass wir dieses Gleichgewicht oft nicht schaffen. Entweder glauben wir, alle Erwartungen erfüllen zu müssen (bis zum Burn-Out) oder wir weisen Ansprüche an uns ab – und isolieren uns.

Wie dieses Gleichgewicht auszutarieren wäre, ist Thema des Seminars, in dem wir auch Begriffe aus der Kommunikationspsychologie und Forschungen zur Achtsamkeitspsychologie in Übungen, Diskussionen und Erfahrungsberichten erörtern.

20. Mai 2017 Karriereplanung: Psychologie und Strategien

In unserer arbeitsteiligen Berufswelt finden wir uns oft in Positionen, die anscheinend keine Entwicklungsmöglichkeiten haben, und deren Aussichten schwer abschätzbar sind.

Eine solche Situation ist vor allem am Anfang des Berufslebens, wo die Karriereerwartungen noch hoch sind. Besondere kommunikative Fähigkeiten sind erforderlich, um in Gesprächen mit erfahrenen Kollegen, Vorgesetzten und Verhandlungspartnern erfolgreich die eigenen Ziele zu planen. Die Psychologie hat etliche Vorschläge für die Optimierung solcher Strategien zu bieten. In der Diskussion konkreter Einzelfälle aus dem Teilnehmerkreis werden solche Strategien und Planungen im Detail erörtert.

 

Ältere Seminare

19. September 2015: Coolness, Liebe, Hass und Leidenschaft: Wie gehen wir mit unseren Gefühlen um?

Wir alle machen in unserem Leben sehr oft die Erfahrung, dass Gefühle und vor allen Dingen intensive Gefühle uns „überkommen“. Das führt nicht selten zu recht problematischen Situationen. Welche Strategien gibt es um mit seinen Gefühlen so umzugehen, dass die Mitmenschen dadurch nicht allzu irritiert werden? Wir wollen in dem Seminar das Verhältnis von Verstand und Gefühl aus psychologischen und auch neuropsychologischen Perspektiven beleuchten und so nicht zuletzt durch die Basiskenntnis dessen, was im Gehirn vor sich geht, unsere Gefühlswelt optimieren.

24. Oktober 2015: Jugend + Alter: Verstehen die Einen etwas von den Anderen?

In der Zukunft unserer Gesellschaft wird der Umgang beider Altersstufen miteinander immer bedeutsamer, nicht zuletzt weil bekanntlich die Alterspyramide sich dramatisch verändert. Es gibt keine festen Regeln mehr, wie sie früher noch vor 50, 60 Jahren als selbstverständlich erschienen. Die Jugend hat sehr viel unsicherere Perspektiven als in früheren Zeiten und der Vorbildcharakter des Alters ist eher im Schwinden begriffen. Wir wollen das Verhältnis der beiden Lebensstufen gemeinsam diskutieren, da sie in besonderer und neuer Weise sich aufeinander beziehen müssen. Gegenseitiges Verständnis, notwendige Kritik und auch notwendige Abgrenzungen werden psychologisch verständlich gemacht.

05. Dezember 2015: Selbstbewusstsein und Durchsetzungskraft

Selbstbewusstsein steht hoch im Kurs: selbstbewusste Menschen gelten als erfolgreich, attraktiv und vorbildlich. Ihnen stehen alle Möglichkeiten offen und sie scheinen jeder Situation gewachsen zu sein. Wer möchte nicht so sein? Oft gelingt es uns aber nicht, diesen Eindruck auf unsere Mitmenschen zu machen oder durchzuhalten. Woran liegt das? Wir schlagen eine kleine Begriffsänderung vor: Selbstaufmerksamkeit statt Selbstbewusstsein. Selbstaufmerksamkeit ist die Voraussetzung einer stabilen und in sich ruhenden Persönlichkeit. Sie ist die seelische Basis, seine Interessen souverän vertreten zu können. Wie sehen die Wege dorthin aus? Die Psychologie hat einige Techniken entwickelt, deren Handhabung man erlernen kann.

16. Januar 2016: Sind die guten Vorsätze eigentlich gut?

Meistens läuft es doch so, dass nach mehr oder weniger langer Zeit alles im Sande verlaufen ist. Für die Stabilität des eigenen Ichs ist es eine Katastrophe: Wir haben schon wieder versagt. Trotzdem machen wir es immer wieder. Also müssen wir unterscheiden, was denn eigentlich sinnvolle Vorsätze sind. Dazu sind Selbstprüfungen nötig. Ist mein Plan erreichbar? Kann ich einen Zeitplan aufstellen? Mit welchen Widerständen, auch inneren, muss ich rechnen? Meistens machen wir uns darüber keine Gedanken. Das führt zum Scheitern und um das zu vermeiden findet dieses Seminar statt.

12. März 2016: Streit - eine positive Chance

„Streit“ ist meist ein negativ konnotierter Begriff. „Streitereien“ sollten lieber vermieden werden und stattdessen lieber Übungen in „Harmonie“ stattfinden. Was wir gelernt haben in unserer Entwicklung ist, dass es im Streit um „Sieg“ oder „Niederlage“ geht. Dabei sind es die „Streitereien“, die Konflikte, die uns unser Anderssein, unsere Individualität bewusst machen. Wenn man den Begriff „Streit“ durch „Auseinandersetzung“ ersetzt, kommen wir uns und dem anderen näher: sich auseinanderzusetzen ist die bewusste Wahrnehmung des anderen in seinem Umfeld (und nicht auf meinem Platz). Das erlaubt eine distanzierte Beobachtung, die – wenn wir es schaffen, sie nicht zu bewerten – eine Information über die Lebenswelt des anderen gibt. Wir können ein Verständnis für andere Sichtweisen entwickeln und uns damit gleichzeitig fit machen für unsere zukünftigen Problemlösungen.

16. April 2016: Umgang mit Stress

Unser moderner Alltag hat ganz neue Stresssituationen. Das konzentriert sich nicht zuletzt in der Mediennutzung. Jeder hat ein Smartphone in der Hand, und diese Technik glaubt er stehen zu können. Tatsächlich steuert sie ihn. Ganz neue Gefühle in der Tätigkeitsverdichtung haben sich seit dem ergeben: Erreichbarkeit, Informationszugang, Antwortdruck, visuelle Überforderung. Übungen, das Smartphone mal nicht in die Hand zu nehmen, sind mittlerweile Mode und stiften große Verwirrung bei den Enthaltsamen. Wie können wir unseren Alltag unter diesen sinnvoll gestalten und unsere Unabhängigkeit bewahren? Selbstbestimmte Unerreichbarkeit ist ein fantastisches Mittel für die seelische Gesundheit.

Zur Arbeitsweise von Prof. Reuter

Prof. Helmut Reuter ist in seiner praktischen Beratungstätigkeit wie auch in seinen Forschungen ein Vertreter des phänomenologischen Ansatzes.
Was heißt das?
In der Beratungssituation steht das Gespräch mit dem Klienten in der Weise im Zentrum, dass die konkreten Fragestellungen und Probleme in der Anfangsphase in einer besonderen Weise erörtert werden: vollständiger Verzicht auf Ratschläge, Vorschläge, Verbesserungsanregungen, die meistens zu einem Zeitpunkt gegeben werden, wo das Problem noch nicht richtig verstanden worden ist.
Aber was ist es dann?
Phänomenologie bedeutet Vermeidung von Vorurteilen, vorschnellen Einstellungen und Demonstration von besser wissendem Expertentum. An diese Stelle tritt aufmerksames Zuhören, um die Vielschichtigkeit des aktuellen Problems kennenzulernen.
Im weiteren Verlauf der Teilnehmer werden Lösungsvorstellungen der Klienten mit gesicherten Erkenntnissen der Wissenschaft, insbesondere der Alltags-, Persönlichkeits-, und der Arbeits- und Organisationspsychologie und ihren praktischen Anwendungen verbunden. Daraus erfolgt eine größere und eigenmotivierte Lösungsbereitschaft. Im Gegensatz zu Beratungsstrategien, die statistische, ökonomische oder populärwissenschaftliche Ideen vermitteln. Jeder Fall ist einzigartig, so dass sich die Anwendung von Schemata verbietet. Das ist der zentrale Grundsatz des phänomenologischen Ansatzes.

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Beginn: 11.00
Ende: 16.00 Uhr
Preis: 119 € (inkl.Mwst.)  mit Getränke und kleinem Mittagessen
Ort: IfBK GmbH, Villa Henn, Gocherstr. 19, 50733 Köln
Anmeldung: info@ifbk.com, Tel. 0221-13954093

 

Hauskonzerte in der Villa Henn

Musik-Kultur-Wissenschaft 2014/2015

 

Der erste Zyklus unserer Kulturveranstaltungen in der Villa Henn liegt hinter uns. Wir freuen uns und danken Ihnen allen für den außergewöhnlichen, positiven Zuspruch und die anregenden und inspirierenden Gespräche im jeweiligen Anschluss. Das ermuntert uns, die Reihe mit einem neuen Zyklus fortzuführen. Wir haben das Glück, Zusagen von hochkarätigen Gästen bekommen zu haben, die ein farben- und umfangreiches Spektrum der Themen erlauben. Die architektonischen Gegebenheiten des Familienhauses des Architekten Hugo Henn haben sich in besonderer Weise für uns bewährt. Das ist uns Motiv und Verpflichtung zugleich, im Sinne der Familientradition den Gedanken des bürgerlichen Salons in seiner umfassenden Geistigkeit fortzusetzen. Weitere Informationen stehen Ihnen hier zur Verfügung.

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr und dauern eine Stunde.
Danach wird es bei einem Glas Wein Gelegenheit für Gespräche geben.
Der Eintritt ist frei. Wir bitten um eine Spende für die Künstler.

Aufgrund der begrenzten Sitzplätze bitten wir um eine kurze Voranmeldung.
E-Mail: info@ifbk.com Telefon 0221-13 95 40 93

Saison 2015/16

16.09.2015: Ana-Marija Markovina (Klavier)

Ana-Marija Markovina (Klavier) spielt Werke von C.P.E. Bach, Clara und Robert Schumann, Luise Adolpha Le Beau und Beethoven.

23.10.2015: David Hall Johnson (Violine), Thomas Palm (Klavier)

Werke von Dvorak, Piazolla, Georg Boulanger, Janacek, Bartok und Chen Gang

04.12.2015: Anna Torge (Mandoline), Mayumi Hirasaki (Violine) u.a.

Kammermusik für Violine und Mandoline von Vivaldi, Hasse und Arrigoni

15.01.2016: Preisträgerkonzert

Preisträger des Joseph Joachim Violinwettbewerbs Hannover 2015

11.03.2016: "Verstand und Gefühl"

Vortragskonzert mit Prof. Dr. Helmut Reuter (Vortrag) und Ana-Marija Markovina (Klavier)

15.04.2016: Stanislau Anishchanka (Kontrabass) und Dunja Robotti (Klavier)

Virtuoses für Kontrabass und Klavier

Saison 2014/15

17.10.2014: Sakari Tepponen (Violine) und Ana-Marija Markovina (Klavier)

Sakari Tepponen und Ana-Marija Markovina spielen gemeinsam Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms.
Sakari Tepponen wurde Kangasala in Finnland geboren. Er wurde vorrangig an der Sibelius-Akademie in Helsinki von den Professoren Anja Ignatius und Nachum Erlich ausgebildet. Von 1978 bis 1979 war er außerdem an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien bei den Professoren Josef Sivo und Eduard Melkus eingeschrieben. In der Zeit von 1987 bis 1997 leitete er das Lahti Symphonieorchester in Finnland. Als Solist und Kammermusiker ging er in den nordischen Ländern, in Deutschland, Österreich, der Schweiz,

Großbritannien, Russland, Spanien, China und den USA auf Tournee. Seit 1997 ist er Konzertmeister des Esbjerg Ensemble, eines der brillantesten Klangkörper für Neue Musik des Nordens. Er unterrichtet am Süddänischen Musikkonservatorium und an der Schauspielschule sowie am Jütländischen Musikkonservatorium. 1996 bekam er die Sibeliusmedaille für seine Präsentation von finnischer Violinenmusik aus dem 20. Jahrhundert.

Ana-MarijaMarkovin-CPEDie gebürtige Kroatin Ana-Marija Markovina studierte in Berlin, Wien und Weimar und lebt heute in Köln. Ihre Konzertreisen führten sie in über 40 Länder. Sie war Solistin bei Orchestern wie dem New Japan Philharmonic Orchestra Tokyo, dem Oulu Symphony Orchestra oder dem Romanian Radio Philharmonic Orchestra Bukarest. Sie gab Konzerte im Wiener Musikverein, dem Auditorium di Milano und der Berliner Philharmonie. Darüber hinaus war sie u.a. Gast beim Internationalen Pianofestival Yokohama, Klavierfestival Ruhr, Schleswig-Holstein Musikfestival und dem Piano Stars Festival Lettland. Zu ihrer Diskographie zählen Weltersteinspielungen der Werke von Hugo Wolf, Luise Adolpha Le Beau und Anton Urspruch. Anlässlich des 300. Geburtstags von Carl Philipp Emanuel Bach erschien im März 2014 eine CD-Box mit dem gesamten Klavierwerk des Komponis-ten bei Hänssler Classic, die mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausge-zeichnet wurde. Ihr Lehrer und Mentor Paul Badura-Skoda nennt sie „eine der be-deutendsten Künstlerinnen ihrer Generation“.

05.12.2014: Prof. Dr. Ulrich Lüke, Vortrag

Prof. Dr. Ulrich Lüke hält einen Vortrag zum Thema: Der Mensch – Plan Gottes oder dummer Zufall?

Ulrich Lüke ist deutscher Theologe und Biologe, Priester und Seelsorger. Er ist Professor für Systematische Theologie an der RWTH Aachen. In seinen Forschungsarbeiten setzt er sich insbesondere mit dem Verhältnis von Naturwissenschaft und Glaube auseinander. Lüke studierte Philosophie, Theologie und Biologie in Münster und Regensburg, bevor er am 23. Mai 1980 zum Priester geweiht wurde. Von 1980 bis 1992 arbeitete er als Studienrat und Oberstudienrat an einem Gymnasium in Recklinghausen und lehrte dort die Fächer Biologie und Religion. Im Jahr 1990 promovierte er. Zwischen 1992 und 1998 arbeitete er als Seelsorger in einer Pfarrgemeinde im Münsterland. Er habilitierte sich 1996 und wurde Privatdozent an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster. Von 1998 bis 1999 war Lüke Professor für Philosophie und Fundamentaltheologie an der Katholischen Fachhochschule Freiburg. Danach wurde er Professor für Philosophiegeschichte und Theologische Propädeutik an der Theologischen Fakultät in Paderborn, bevor er 2001 als Professor für Systematische Theologie und Direktor des Instituts für Katholische Theologie an die RWTH Aachen berufen wurde.

23.01.2015: Regina Lochner (Mezzosopran) und Ana-Marija Markovina (Klavier)


Regina Lochner Regina Lochner und Ana-Marija Markovina gestalten gemeinsam einen Liederabend mit Werken von Franz Schubert.

Regina Lochner ist die derzeitige Referatsleiterin im Auswärtigen Amt in Berlin und singt Mezzosopran. Nach einem Abschluß als Diplom-Verwaltungswirt (Fachbereich Auswärtige Angelegenheiten) hatte sie unterschiedliche Auslands- und Inlandsposten inne, u.a. Botschaft Ankara, Botschaft Moskau, Botschaft Chisinau, Botschaft Sarajewo. Zuletzt war sie Konsulin in Palma de Mallorca.

Ana-MarijaMarkovin-CPEDie gebürtige Kroatin Ana-Marija Markovina studierte in Berlin, Wien und Weimar und lebt heute in Köln. Ihre Konzertreisen führten sie in über 40 Länder. Sie war Solistin bei Orchestern wie dem New Japan Philharmonic Orchestra Tokyo, dem Oulu Symphony Orchestra oder dem Romanian Radio Philharmonic Orchestra Bukarest. Sie gab Konzerte im Wiener Musikverein, dem Auditorium di Milano und der Berliner Philharmonie. Darüber hinaus war sie u.a. Gast beim Internationalen Pianofestival Yokohama, Klavierfestival Ruhr, Schleswig-Holstein Musikfestival und dem Piano Stars Festival Lettland. Zu ihrer Diskographie zählen Weltersteinspielungen der Werke von Hugo Wolf, Luise Adolpha Le Beau und Anton Urspruch. Anlässlich des 300. Geburtstags von Carl Philipp Emanuel Bach erschien im März 2014 eine CD-Box mit dem gesamten Klavierwerk des Komponisten bei Hänssler Classic, die mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde. Ihr Lehrer und Mentor Paul Badura-Skoda nennt sie „eine der bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Generation“.

06.03.2015: Prof. Michael Faust (Flöte) und Andreas Mildner (Harfe)

Prof. Michael Faust und Andreas Mildner sind bei und als Nippeser Künstler zu Gast und spielen gemeinsam Werke von Johann Sebastian Bach, Louis Sphor und Tôn Thất Tiết.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Michael Faust begann das Flötespiel mit 9 Jahren, er lernte an der Rheinischen Musikschule, später an der Hamburger Musikhochschule bei Prof.Karlheinz Zöller. Er war Soloflötist in Rom, Hamburg, Stuttgart und München, bevor er 1988 in Köln beim WDR-Sinfonieorchester Soloflötist wurde. Seine Solokonzerte führen ihn in viele Länder der Welt, er gibt regelmäßig Meisterkurse in Europa, Japan, den USA sowie Südamerika. Als Professor lehrt er an der Robert-Schumann-Musikhochschule Düsseldorf.
Sein neuestes Projekt „Gargonza Arts“ vergibt Preise und Stipendien an junge Künstler verschiedener Sparten, wie Bildende Kunst, Architektur, Komposition und Literatur.

 

 

 

 

AndreasMildnerAndreas Mildner wurde 1984 geboren und entdeckte früh die Harfe. Schon 1999 trat er in die Frühförderklasse der Hochschule für Musik Würzburg ein. 17-jährig debütierte er solistisch bei der tschechischen Kammerphilharmonie Prag. 2007 diplomierte er „mit Auszeichnung“ und schloss 2009 in der Meisterklasse ab. Er unterrichtet an der Hochschule für Musik Würzburg und gibt Meisterkurse in ganz Europa und Brasilien.
Neben zahlreiche Solorecitals im In- und Ausland und Engagements als Solist von renommierten Orchestern widmet er sich der Kammermusik – schwerpunktmäßig bei besonderen Besetzungen wie Harfe und Tuba. Mildner war Gast bei zahlreichen Musikfestivals und auf Konzertreisen durch Europa, die USA und Brasilien. Seit 2013/2014 ist er Soloharfenist des WDR-Sinfonieorchesters Köln. Er erhielt Stipendien hochangesehener Stiftungen und folgte 2002 sogar einer Einladung des Bundespräsidenten zum Festkonzert im Schloss Bellevue.
Er errang zahlreiche Preise und wird seit 2008 vom Deutschen Musikrat gefördert.

17.04.2015: Prof. Dr. Helmut Reuter (Vortrag)

HelmutsoloPof. Dr. Helmut Reuter hält einen Vortrag zu dem Thema: Hat unsere Seele eine Geschichte?

Helmut Reuter, Prof. Dr. phil. und Dipl. Psychologe, wurde 1946 in Köln geboren. Nach verschiedenen Tätigkeiten in der universitären Forschung, der Psychiatrie, Psychotherapie und Lebensberatung, ist er 1995 zum außerplanmäßigen Professor der Universität Bremen berufen worden. Von 2004 bis zu seiner Emeritierung 2012 war er Professor für die Fächer Kunst- und Kulturpsychologie, Allgemeine Psychologie (Neuropsychologie), Sozialpsychologie und Rechtspsychologie am Institut für Psychologie und Kognitionsforschung (IPK) der Universität Bremen. Zum Sommersemester 2013 wurde Helmut Reuter auf die renommierte Klaus-Hemmerle-Professur an der RWTH in Aachen berufen. Nach zahlreichen Veröffentlichungen erschien im August 2014 sein Buch „Geschichte der Psychologie“ beim Hogrefe-Verlag.

Saison 2013/14

24.01.2014: Marie-Claudine Papadopoulos, Violine und Dimitri Papadopoulos, Klavier

MCP und DPMarie-Claudine Papadopoulos und ihr Bruder Dimitri Papadopoulos spielen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, César Franck und Pablo de Sarasate.

Marie-Claudine Papadopoulos wurde 1987 in Straßburg geboren und studierte bei Ulf Hoelscher und Roman Nodel. Sie ist Preisträgerin vieler internationaler Wettbewerbe (Henri-Marteau-Wettbewerb, Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerb, Preis des DAAD, Preis des Kulturfonds der Stadt Salzburg ), und im Mai 2012 wurde ihr der 1. Preis beim Wettbewerb „Ton und Erklärung“ des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI in München zuerkannt. Sie konzertierte bereits mit namhaften Orchestern wie dem Münchner Rundfunkorchester, der Deutschen Staatsphilharmonie, die Sinfonia Varsovia, dem Göttinger Symphonie Orchester, den Essener Philharmonikern, und sie war zu Gast bei wichtigen europäischen Festivals(Festival Jeunes Talents, Murten Classics , Schloss Solitude, Heidelberger Frühling, Sommerfestspiele in Heraklion). Seit 2008 ist sie künstlerische Leiterin und Pädagogin an der Sommermusikakademie in Trouville-sur-Mer, Frankreich. Marie-Claudine Papadopoulos spielt eine Violine von Petrus Guarnerius aus dem Jahre 1745, die ihr die Landessammlung Baden-Württemberg zur Verfügung stellt.

Dimitri Papadopoulos wurde 1985 in Princeton (USA) geboren. Er studierte bei Edson Elias am CNSMD in Lyon sowie an der Folkwang-Universität Essen bei Arnulf von Armin. Dimitri Papadopoulos gewann zahlreiche internationalen Wettbewerbe in Frankreich (1. Preisträger der Wettbewerbe von Vulaines-sur-Seine, Saint-Nom-la-Bretèche, Lagny-sur-Marne) und im Ausland (5. Preis Senigallia, 2. Preis Incontro Internazionale Giovanni Pianisti Roma, Steinway-Förderpreis Düsseldorf 2010, 3. Preis Max Reger Wettbewerb 2011). 2002 wurde er in Karlsruhe mit dem Preis des Europäischen Kulturforums ausgezeichnet. Als Stipendiat der Musikakademie von Villecroze erhielt er wichtige künstlerische Impulse von Dominique Merlet, Alicia de Larrocha, Charles Rosen, Sergei Maltzev und Kristian Zimerman.

26.02.2014: G.A.P. Ensemble

G.A.P.EnsembleRaffaella Milanesi (Sopran), Emilio Percan (Violine), Oriol Aymat-Fustè (Cello) und Luca Quintavalle (Cembalo) spielen Werke von Antonio Caldara, Alessandro Scarlatti, Giovanni Antonio Piani und Antonio Vivaldi

Die italienische Sopranistin Raffaella Milanesi studierte in ihrer Heimatstadt Rom an der Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Ihr Opernrepertoire reicht von Monteverdis OTTAVIA und Händels CLEOPATRA (Giulio Cesare) bis hin zu Donizettis NORINA (Don Pasquale) und Puccinis MUSETTA (La Bohème). Sie gastiert an den Opernhäusern von Brüssel, Madrid, Mailand, Paris, Wien sowie bei den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik, bei den Musikfestspielen Sanssouci, Schwetzinger Festspielen und bei den Tagen Alter Musik Herne. Sie arbeitet u.a. mit Ottavio Dantone, Alessandro de Marchi, Enrique Mazzola, Marc Minkowski und mit Regisseuren wie Robert Wilson und Daniele Abbado. Ihre Diskographie beinhaltet u.a. Mozarts Il Re Pastore (Tamiri), Idomeneo (Elettra) und La Clemenza di Tito (Annio) mit Adam Fischer, Händels Cantate Italiane mit Fabio Bonizzoni und La Risonanza, Scarlattis Tolomeo e Alessandro (Alessandro) mit Alan Curtis, Vivaldis Il Teuzzone (Zidiana) mit Jordi Savall.

Emilio Percan erhielt mit sieben Jahren seinen ersten Violinunterricht. Ab 1999 studierte er bei der ehemaligen Kogan-Schülerin Isabela Golovina in Moskau. Im Jahre 2000 schloss sich eine weitere Ausbildung bei der David-Oistrach-Schülerin Dora Ivanova an. Seit 2001 studiert er an der Folkwang-Musikschule bei Pieter Daniel studierte. Darüber hinaus belegte er kammermusikalische Kurse u.a. bei Andreas Reiner, Vladimir Mendelssohn sowie bei Stephan Schardt auf der Barockvioline. Seit Juni 2006 musiziert Percan als stellvertretender Konzertmeister und Solist in Werner Ehrhardts Ensemble l’arte del mondo. 2013 führte ihn eine Tour mit Konzerten und Meisterkursen nach Russland. Percan nimmt für das Londoner Label »Onyx Classics« auf. Eine Zusammenarbeit, die durch die freundliche Unterstützung von Frau Viktoria Mullova ermöglicht wurde.

Luca Quintavalle wurde 1983 geboren. Er studierte Klavier bei Ernesto Esposito und Cembalo bei Giovanni Togni in Como. Er besuchte Kurse von Kristian Bezuidenhout, Christophe Rousset und Andreas Staier und gewann 2007 beim Basso-continuo-Wettbewerb „G. Gambi“ in Pesaro den 1. Preis. Er hat mit Orchestern wie L’Arte del Mondo, I Virtuosi delle Muse, Acadèmia 1750, Academia Montis Regalis, Gürzenich-Orchester und mit dem Kölner Kammerorchester zusammengearbeitet. Konzertreisen führen ihn durch ganz Europa, nach Israel, in die USA und nach Japan. Er nahm u.a. für die Labels Deutsche Grammophon, Onyx und Hyperion auf und war Alessandro De Marchis Assistent in Händels Rinaldo an der Kölner Oper und Massimiliano Tonis Assistent in Monteverdis L’Incoronazione di Poppea bei den Innsbrucker Festwochen.

Der in Katalonien geborene Cellist Oriol Aymat Fusté studierte bei Leonid Gorokhov an der Yehudi Menuhin School in Surrey und an der Essener Folkwang-Musikschule. Dort absolvierte er seinen Magister bei Young-Chang Cho. Oriol Aymat Fusté lebt in Barcelona, von wo aus er seine breitgefächerten Aktivitäten koordiniert. Als Barockmusiker ist er seit 2010 Erster Cellist des deutschen Ensembles l’arte del mondo. Vor allem aber ist er als Kammermusiker tätig. Als engagierter Interpret zeitgenössischer Musik wurde er von den Festivals Nous Sons, Trenkart und Contemporànica eingeladen, bei denen er zuletzt Werke von Ramon Humet und Hideki Kozakura uraufführte. Im Konzert und im Studio arbeitet er für führende Persönlichkeiten der katalanischen Popmusikszene wie Sílvia Pérez Cruz und Lídia Pujol. Darüber hinaus kreiert und interpretiert er Musik für Film, Theater und Tanz.

 

14.03.2014: Ana-Marija Markovina, Klavier

Ana-MarijaMarkovin-CPEEin Vortragskonzert mit Ana-Marija Markovina zum 300. Geburtstages des Komponisten Carl Philipp Emanuel Bach.

Ana-Marija Markovina ist eine authentische und unkonventionelle Künstlerin, deren Karriere schon früh unter der Anleitung bedeutender Lehrer begann. Zu ihnen zählen Vitaly Margulis, Anatol Ugorski und Paul Badura-Skoda. Dadurch ist eine technische Perfektion, wie die „Russische Schule“ sie repräsentiert, als auch die intensive Auseinandersetzung mit der Klavierliteratur in der Tradition der Wiener Schule begründet. Grundlage ihrer interpretatorischen Authentizität ist die präzise Hermeneutik des musikalischen Textes sowohl in der musikwissenschaftlichen als auch auf der Ausdrucksebene.
Sie feierte umjubelte Konzerte mit vielen deutschen Orchestern und im Ausland wie mit dem New Japan Philharmonic Orchestra, dem Oulu Symphony Orchestra in Finnland, dem Stettin Philharmonic Orchestra Polen, dem Romanian Radio Chamber Orchestra Bukarest u.v.a. Ihr Japan Debüt fand im Rahmen des Internationalen Piano Festivals in Yokohama statt, woraufhin sie in alle wichtigen Musikzentren Japans eingeladen wurde. Sie war Gast beim Schleswig-Holstein Musikfestival, beim Klavier-Festival Ruhr, den Musikfesttagen in Frankfurt (Oder), den Brandenburgischen Sommerkonzerten, den Festspielen Europäische Wochen Passau, dem Internationalen Piano Stars Festival in Lettland, dem Festival do Estoril, Portugal etc. 2008 gab sie ihr Debüt-Konzert im Musikverein in Wien.

Orte ihres solistischen Auftretens sind regelmäßig die großen Säle wie Philharmonie und Konzerthaus Berlin, Laeiszhalle Hamburg, Bonner Beethovenhalle, Prinzregententheater und Herkulessaal München, Liederhalle Stuttgart, Meistersingerhalle Nürnberg, Glocke in Bremen und viele andere. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer musikalischen Tätigkeit ist die enge Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten. So ist sie regelmäßig Solistin bei den Uraufführungen ihr gewidmeter Werke. Zahlreiche Rundfunk-Aufnahmen, Konzert-Mitschnitte und CD-Produktionen (Genuin, Sony Classical, Marc Aurel) vervollständigen ihr Profil und dokumentieren ihre unverwechselbare Handschrift. Die Entdeckung der Persönlichkeit als Interpretationsleitlinie war der Anlass, sich der selten gespielten Klavierliteratur zu widmen. Das Ergebnis sind die Weltersteinspielungen der Gesamtklavierwerke von Hugo Wolf, Luise Adolpha Le Beau und Anton Urspruch. Auch ist die Auseinandersetzung mit der musikalischen Welt Carl Philipp Emanuel Bachs von großer Bedeutung: Nach den Preußischen und den Württembergischen Sonaten, den Klavierkonzerten d-Moll und a-Moll, bereitet Ana-Marija Markovina momentan die Gesamtaufnahme der Klavierwerke von Carl Philipp Emanuel Bach vor. Die Sammlung erscheint Anfang 2014 bei Hänssler Classic.

Ein Hauptakzent ihrer Arbeit besteht in der Auslotung der Persönlichkeit der Komponisten und in der Erforschung der Psychologie ihrer Werke. Im Rahmen dieser Arbeit steht sie in engem Kontakt zur internationalen Kreativitäts- und Hirnforschung, insbesondere mit dem Institut für Psychologie und Kognitionsforschung der Universität Bremen. Zurzeit schreibt Ana-Marija Markovina an ihrem ersten Buch über die psychologischen, philosophischen und neuropsychologischen Grundlagen des Klavierspiels. Zusammen mit dem Bremer Musikund Kulturpsychologen Prof. Dr. Helmut Reuter stellt sie in der Vortragsreihe „Psychologie und Musik“ die kulturpsychologische Bedeutung der Klavierwerke im Geist ihrer Zeit vor, und eröffnet damit dem Publikum eine ganz neue Sichtweise der musikalischen Interpretation und des Verständnisses der Werke.

Paul Badura-Skoda bezeichnete sie als eine der bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Generation

11.04.2014: Dr. Mechthild Hobl-Friedrich, Vortrag

Farbfoto Hobl FriedrichDr. Mechthild Hobl-Friedrich (Theaterwissenschaftlerin) hält einen Vortrag mit dem Thema „Festbankett bei Rossini – An der Tafel: Die Frauen seiner Opern“

Dr. Mechtild Hobl-Friedrich, bis 2011 Direktorin des Theater Itzehoe, hat sich, nach dem Studium von Germanistik und Theaterwissenschaft und einer Sprecher-Ausbildung, neben ihren beruflichen Aufgaben im Bereich ihrer künstlerischen Tätigkeit als Rezitatorin literarischer Texte und als Konzertmoderatorin einen Namen gemacht. In eigenen Feature-Produktionen für verschiedene Rundfunkanstalten hat sie den Sprecherpart übernommen. Ein weiterer Schwerpunkt sind Kammermusikabende mit Melodra­men, bei denen sie ebenfalls als Rezitatorin wirkt, sowie die Erarbeitung und Durchführung von Programmen literarisch-musikalischer Art mit verschiedenen Instrumentalisten und Orchestern, u.a. der Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl und des Brandenburgischen Staatsorchesters, des Ensemble Horizonte, Detmold, der Norddeutschen Sinfonietta. Von unterschiedlichsten Institutionen wird sie angefragt für Vorträge und Seminare mit genre-übergreifender Thematik.

Dr. Mechtild Hobl-Friedrich arbeitet nun wieder freiberuflich.

08.05.2014: Duo Concertante

Duo ConcertanteNancy Dahn (Violine) und Timothy Steeves (Klavier), beide bekannt unter ihrem Ensemblenamen Duo Concertante, haben einen vollen Konzertplan mit Engagements an vielen Häusern Nordamerikas, Europas und Chinas.

Als Duo Concertante spielten sie schon unter anderem wie folgt: Wigmore Hall (London), Chapelle du Bon-Pasteur (Montreal), The Old First Church (San Francisco), Los Angeles County Museum of Art, Roy Thomson Hall, Four Seasons Performing Arts Centre (Toronto), The National Arts Centre (Ottawa), Konzerthalle der Verboten Stadt Beijing und zuletzt auch in der Carnegie Hall Weill Recital Hall in New York City.

Außerdem traten die Künstler auf verschiedenen Musikfesten in ganz Nordamerika auf; unter anderem: dem Internationalen Kammermusik Fest in Ottawa, dem Cactus Pear Music Festival, dem Indian River Festival, dem Farben Musikfest und dem Huntsville Music Festival.

Als Artists in residence nehmen die Künstler auch am Austauschprogramm beim Guelph Frühlings Fest, der Glenn Gould Professional School in Toronto und der Bischoff-Universität teil.

Nancy Dahn und Timothy Steeves sind an der Memorial University in St. Johns Kanada zu Hause. Beide sind außerordentlich energische und erfahrene Lehrer, die bereits eine Vielzahl von Magisterlehrgängen und Seminaren erfolgreich in Kanada, den Vereinigten Staaten und in China durchgeführt haben. Ihr Engagement und Interesse im Bereich der Weiterbildung junger Musiker markiert das jährliche “Tuckamore Chamber Music Festival”, das die Beiden im Jahr 2000 gegründet haben, um junge Kammermusiker zwei Wochen lang mit Weltklasseinterpreten zu einem intensiven Lern- und Klangerlebnis zusammenzubringen. Als künstlerische Leiter dieses Festivals treffen sie sich mit internationalen Künstlern aus aller Welt, unter anderem dem Schanghai- Quartett, dem Lafayette String-Quartett, André Laplante, dem Borromeo String- Quartett, dem Miro-Quartett, Suzie Leblanc und auch Louis Lortie.

Vortrags- und Diskussionsreihe „Psychologie im Dialog“

Helmut Einzelfoto Garten_0291Seit einigen Jahren halten Prof. Dr. Helmut Reuter und Dr. phil. Christiane Jendrich Kurzvorträge zu Lebensberatungsthemen im Studio Dumont, die in eine stets angeregte Publikumsdiskussion münden und sich großer Beliebtheit erfreuen.

Eintrittskarten sind In der KStA-Geschäftsstelle, Breite Straße 72, direkt unterhalb des studio dumont (Öffnungszeiten: Montag-Freitag von 10 bis 17:30 Uhr und Samstag von 10 bis 14 Uhr) und an allen KölnTicket Vorverkaufsstellen erhältlich oder telefonisch unter der Kartenhotline: 0221/2801

 

2014/2015

23.10.2014 "Raus aus dem Hamsterrad – Entschleunigung."

Wohl jeder von uns kennt diese innere Unruhe, das Gefühl, dass alles an uns vorbei rauscht und wir permanent auf Trab sind, um mitzuhalten. Aber womit denn eigentlich? Wir sind einem hohen Tempo ausgesetzt und gleichzeitig einer Informationsflut, die uns zu überrollen droht, wenn wir nicht lernen, uns und unser Leben zu entschleunigen. Hohe Zeit- und Tempovorgaben in unserem Alltag sind auf Dauer verhängnisvoll für uns und unsere Psyche. Der Zeitforscher Hartmut Rosa vergleicht unser heutiges Leben mit einer abwärts fahrenden Rolltreppe: allein um unseren Platz halten zu können, müssen wir schon permanent nach oben steigen. Was müssten wir wohl tun, um weiter nach oben zu kommen, so wie wir es uns gerne vorstellen? Und wie kommen wir aus dieser Falle heraus?

13.11.2014 "Glaub nicht alles, was du denkst! Die hohe Kunst der Selbstsabotage."

Wir wollen so vieles erreichen und schaffen es oft nicht. Es sind aber nicht immer die anderen oder die ungünstigen Umstände, die uns hindern, unsere Ziele zu erreichen. Oft genug stehen wir uns selber im Wege und blockieren uns. Was alles ist da in uns wirksam? Es geht um (gelernte oder übernommene) falsche Glaubenssätze und Überzeugungen, um Selbstvertrauen und Selbstwirksamkeitsüberzeugung. Wie schaffe ich es, mich zu deblockieren, Zuversicht in die Wirksamkeit meines Handelns zu entwickeln und mich frei von selbstschädigenden Zweifeln zu halten?

11.12.2014 "Von der Schuldzuweisung zum Schuldgefühl."

„Du bist schuld, dass ich nicht …“ oder „wenn Du nicht gewesen wärst, hätte ich …“. Diese Art von Schuldzuweisungen kennt wohl jeder von uns sowohl in der aktiven als auch passiven Rolle. Schuldzuweisungen bringen uns, wenn wir sie aussprechen, erst einmal Erleichterung. Wenn wir sie aber von anderen hören, bekommen wir schnell ein beklemmendes Gefühl. Der Weg von der Schuldzuweisung bis hin zum Schuldgefühl ist unterschiedlich lang und hat viel mit meiner Erfahrung als Schuldige/Unschuldige zu tun. Wie sinnvoll sind eigentlich Schuldgefühle? Wofür stehen sie, wo kommen sie her und wie kann ich adäquat damit umgehen?

22.01.2015 "Spiritualität, Transzendenz und Lebensglück."

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“. Die Grundbedürfnisse zu befriedigen (Hunger, Durst, ein Dach über dem Kopf) reicht uns in guten Zeiten nicht aus. Wenn die physiologischen und sozialen Bedürfnisse gestillt sind, suchen wir Sinn, etwas, das größer ist als wir, eine geistige Erfüllung. Wir streben nach Teilhabe an etwas, das wir nicht immer in Worte fassen können. Wir wollen auf eine höhere Art der Erkenntnis des Lebens stoßen. Wie sehr hängen Spiritualität und Transzendenz mit unserem Lebensglück zusammen?

26.02.2015 "Psychisch widerstandsfähig bleiben – Resilienz."

Wir sind dem Leben nicht nur geschenkt, wir sind ihm auch ausgesetzt! Nicht immer treffen wir die idealen Umstände an und müssen uns anpassen an ein System, das wir uns nicht ausgesucht haben. Mitunter sind die Bedingungen recht schwer und wir brauchen ausreichende Widerstandskräfte, um in diesem System überleben zu können. Was macht unsere Psyche widerstandsfähig und wie können wir sie „trainieren“?

26.03.2015 "Punkt. Aus. Schluss! Wenn Sprache zur Macht wird."

„Das wurde immer schon so gemacht“, „Du bist einfach nur zu dumm, es zu verstehen“, „jedes Kleinkind weiß doch wohl, dass es so nicht geht“ – wir können diese Liste beliebig erweitern. Es sind Sätze, die keine Antwort verlangen – im Gegenteil: Antworten verhindern sollen. Sprache kann schnell zu einem Machtinstrument missbraucht werden und wir stehen bei einem solchen Angriff da und können uns nicht wehren. Wir fühlen uns in die Ecke gestellt und klein und inkompetent gemacht. Wie geht man mit sogenannten „Killerphrasen“ oder „Totschlagargumenten“ um?

2013/2014

17.10.2013 "Sein Leben erzählen. Gesagtes und Verschwiegenes."

Die Daten unserer Biographie sind faktisch – daran können wir nichts ändern. Wo, wann, von wem und in welches Umfeld hinein ich geboren bin ist ohne Alternative. Anders geht es uns aber mit unseren Erinnerungen, Erfahrungen und Bewertungen. Wir entscheiden, wie wir die Vergangenheit bewerten, wie wir sie in Bezug auf unsere Entwicklung erzählen. Bin ich Held oder doch ein Versager? Bin ich ein Glückskind, ein Lebenskünstler oder ein Opfer, das sich nie hat wehren können? Welche verborgenen Kräfte kann ich in mir wachrufen, wenn ich mein Leben aus den unterschiedlichsten Perspektiven sehe? Und was verändere ich damit in meiner Gegenwart? Aber wir entscheiden auch, was wir verschweigen wollen. Eine ganze Generation hat lange geschwiegen als es um die Aufarbeitung des Nationalsozialismus ging. Und auch heute schweigen wir ganz individuell und wollen uns mit manchen Phasen unseres Lebens lieber nicht auseinandersetzen. An diesem Abend geht es sowohl um das Erzählen als auch um das Verschweigen. Was bedeutet eine (mangelnde) Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie für die Psyche? Welche Folgen hat das für unsere Entwicklung und welche Möglichkeiten gibt es, sich sinnvoll mit seinem Leben auseinanderzusetzen?

14.11.2013 "Zwischen Freiheit und Verantwortung. Wo finde ich Maßstäbe für mein Leben?"

Wenn wir die Geschichte betrachten, so leben wir in einer sehr ruhigen, sicheren Zeit, die uns viele Freiheiten lässt. So viele, dass wir manchmal nicht mehr wissen, was gut oder schlecht, sinnvoll oder sinnlos, erstrebenswert oder vernachlässigbar ist. Die alten Wertmaßstäbe gelten nicht mehr und die früheren machtvollen Institutionen verlieren zunehmend an Einfluss. Die früher verbindlichen Lebensformen sind aufgeweicht: Ob ich mit einer gleichgeschlechtlichen Partnerin leben oder mit einem Mann ist gesellschaftlich kein Tabu mehr, dass ich mein Arbeitsleben langfristig an einem Arbeitsplatz verbringe ist eher utopisch, ob ich Kinder alleine erziehe oder in Gemeinschaft, welche Lebensform ich wähle – wir stehen vor Freiheiten, die vor einigen Jahrzehnten undenkbar waren. Doch mit diesem „anything goes“ einher geht auch eine wachsende Verunsicherung: was ist noch „richtig“, wenn alles möglich erscheint? An was kann ich mich heute noch halten und wo finde ich Maßstäbe für mein Leben?

05.12.2012 "Familien-Bande. Zwischen Nähe und Distanz"

Der Begriff „Familie“ hat besonders in dieser Jahreszeit einen ganz bestimmten Bedeutungshorizont. Kein anderes kirchliches Fest ist so eng mit Familie verbunden und impliziten Forderungen ausgesetzt wie Weihnachten. Familie steht für Frieden, Harmonie, Einheit und Zusammenhalt, Zusammengehörigkeit und Für-einander-da-Sein. Die Wirklichkeit sieht oft anders aus. Erwartungen, Hoffnungen und Wünsche werden nicht erfüllt und Enttäuschung, Ärger oder Traurigkeit macht sich breit. Wie auch immer die jeweilige Familie aussieht: sie kann ein stützendes Netzwerk in unserem Leben sein, sie kann uns Hilfe sein, uns in Krisen auffangen – und – sie kann Fallstricke ausgelegt haben, in denen wir unser Leben lang verfangen bleiben, über die wir immer wieder stolpern (Mutter-Tochter-Konflikt). Wie können wir unangenehme Situationen gestalten und wieviel Nähe bzw. Distanz ist gesund?

23.01.2014 "Leben heißt Veränderung. Loslassen!"

Wir verändern uns ständig, mal deutlich sichtbar durch ein Ereignis, dem wir uns anpassen müssen, mal schleichender, so dass es fast gar nicht auffällt. Wir müssen ständig Dinge und Menschen hinter uns lassen, uns von Träumen und Erwartungen verabschieden. Wir müssen Menschen gehen lassen, auch wenn wir es nicht wollen und gehen selber, weil wir glauben, es zu müssen. Was macht das Loslassen so schwer? Warum bedrückt es uns so und warum setzen wir es oft gleich mit einem Scheitern, einem Misserfolg oder Versagen? In manchen Völkern gibt es Abschiedsrituale inmitten des Lebens – ein neuer Lebensabschnitt wird mit einem (schmerzlichen!) Abschiedsritual eingeleitet, damit man weiß, dass wir auf etwas anderes verzichten müssen, wenn wir etwas neues wollen. An diesem Abend beschäftigen wir uns mit der Akzeptanz des Verzichts, den Voraussetzungen dafür und Erwartungshaltungen, die uns das Leben leichter oder beschwerlicher machen können.

20.02.2013 "Ich wär´ so gerne Ich. Selbstbild – Fremdbild – Wunschbild."

Wir beneiden oft Menschen und wären gerne wie sie – oder so, wie sie zu sein scheinen. Woher kommt die Unzufriedenheit mit uns selbst? Wir haben ein gewisses Selbstbild, von dem wir anderen gerne etwas zeigen, einiges aber auch gerne verschweigen. Wir haben bestimmte Vorstellungen, wie uns andere sehen sollten und natürlich haben wir auch Seiten, die wir selbst nicht kennen. Wir stehen in einer ständigen Spannung zwischen dem, was wir sind und dem, was wir sein wollen; in einer Dynamik zwischen Identität und Veränderung. Was zeichnet mit als Individuum aus und kann ich wirklich (fast) alles werden, was ich will oder bin ich doch durch meine Geschichte, meine Anlagen so geprägt, dass ich es erst gar nicht versuchen sollte, mich zu verändern? An diesem Abend wollen wir diesen Fragen nachgehen und diskutieren.

1.03.2013 "Anpassung und Widerstand: vom Ja und Nein sagen."

Warum fällt es uns eigentlich so schwer, Grenzen zu setzen? Wieso schaffen wir es nicht, freundlich „nein“ zu sagen, wenn wir etwas, das vom anderen gewünscht oder auch gefordert wird, gar nicht tun wollen? Warum ist es so schwer zu formulieren, was man nicht will, auszudrücken, wozu man nicht bereit ist und abzulehnen, was man nicht tun will? Oder auch dem Gegenüber klarzumachen, dass er etwas unterlassen soll? An diesem Abend geht es darum, Grenzen zu ziehen, ohne dass sich Schuldgefühle einstellen. Es geht um Gründe für ein Ja sagen und um Strategien, wie wir unsere selbst gesetzten Grenzen einhalten und Grenzüberschreitungen anderer abwehren können.