Gesprächskonzert: Der Krieg und die Seele des Künstlers

Wann?
Am 30.09.2014 um 17:00 Uhr

WO?
Augustinum Hamburg

Bildende Kunst und Literatur sind immer auch Ausdruck individual-psychologischer und sozialpsycho-logischer Hintergründe. Vor allem die Dokumente, die sich mit extremen Katastrophen beschäftigen, wie dem Ersten Weltkrieg, müssen unter anderem in Bezug auf ihren individual-psychologischen und tiefenpsycho-logischen Hintergrund gelesen werden. Vor allem die Bildende Kunst (Malerei) hat hier neue Maßstäbe gesetzt, die den Kontrast zwischen Kriegsbegeisterung und tiefem Erschrecken über die Kriegsereignisse widerspiegeln. Wir analysieren ausdruckspsychologisch und tiefenhermeneutisch ausgewählte Werke (Dix, Grosz, Macke und Marc). Für Grosz und Dix gilt das Gestalten des Erschreckens und Marc und Macke stehen für die lebensreformerische Ästhetik, die gleichsam blind in die Katastrophe des Ersten Weltkriegs gemündet ist.

Die Pianistin Ana-Marija Markovina spielt Werke von Debussy, Hindemith und Ravel. Den Vortrag hält Prof. Dr. Helmut Reuter